Ruhlaer Lux-Festspielverein fährt 2014 mit Konzertreihe fort

"Eine Region schaut in die Zukunft" - dieses Motto hat der Lux-Festspielverein nach der Premiere der Festspielwoche für das kommende Jahr ausgegeben.

Abschlusskonzert der Lux-Festspiele: Musiker der akademischen Orchester aus Erfurt und Jena spielten Stücke der Lux-Oper "Der Schmied von Ruhla". Foto: Silvia Rost

Abschlusskonzert der Lux-Festspiele: Musiker der akademischen Orchester aus Erfurt und Jena spielten Stücke der Lux-Oper "Der Schmied von Ruhla". Foto: Silvia Rost

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Eisenach. Dann, so Vereinschef Dr. Gerald Slotosch, werde die Erinnerung an den in Ruhla geborenen Komponisten Friedrich Lux mit Konzertreihen weitergehen. "Da haben wir vor allem Konzerte mit jungen Musikhochschul-Absolventen im Blick." Eine große Festspielwoche wird es aller Voraussicht nach in drei Jahren wieder geben, also 2016, und dann wahrscheinlich 2020, wenn sich der Geburtstag von Lux zum 200. Mal jährt.

Eine solche Festspielwoche in jedem Jahr zu stemmen, sei im Ehrenamt einfach nicht möglich, sagt Slotosch. Die Bilanz sei aber nahezu durchweg positiv. 13 Konzerte - vom Klavier-Virtuosen bis zur Landeskapelle, vom Bariton-Abend bis zum Chorgesang, vom Festspielball bis zur Lieder-Matinee - gab es zu erleben, über 100 Musiker und Sänger griffen in das Geschehen ein, ließen Lux-Werke erklingen. "Das war ja auch ein Grund dafür, dass wir uns zum Start für eine Festspielwoche entschieden haben. Das Werk von Lux ist immens vielfältig." Der andere Grund war, dass ja eigentlich die Lux-Oper zur Aufführung gelangen sollte.

"Das war nicht möglich", so Slotosch. Dafür müsse man einen Etat von rund 500.000 Euro ansetzen. Er hofft darauf, dass sich - nachdem der Verein Lux wieder stärker in das Bewusstsein der Musikwelt gebracht habe - vielleicht ein regionales Opernhaus des Werkes annimmt oder "wir müssen weiter sammeln". Die Hoffnung, dass es gelingt, die Oper wieder aufzuführen, lebt weiter.

Rund 500 Zuschauer erlebten das Orchesterkonzert "Der Schmied von Ruhla erzählt" zum Abschluss und hörten erstmals die wunderschöne Musik aus der gleichnamigen Oper von Friedrich Lux. Das Akademische Orchester Erfurt und die Akademische Orchestervereinigung der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Leitung von Sebastian Krahnert spielten zudem Musik von Mendelssohn-Bartholdy und Dvoràk. Den Melodienkranz, eine instrumentale Opernsuite, aus "Der Schmied von Ruhla" begleitete Sprecher Fernando Blumenthal mit Textpassagen von Ulf Annel, die durchaus mit einem Augenzwinkern die Geschichte um den einstigen Landgrafen, den Ruhlaer Schmied und seine zornigen Ambossschläge deuteten.

Im Anschluss dankte Slotosch allen Helfern, Sponsoren und Vereinsmitgliedern. In der ganzen Festwoche habe so ziemlich alles wunderbar funktioniert, "Technik, Sicherheit, Ablauf", so Slotosch. Natürlich hätten es beim Handwerkermarkt und auch beim dem ein oder anderen Konzert noch mehr Besucher sein dürfen. Es seien allerdings im Gegenzug einige Gäste aus anderen Teilen des Freistaates erschienen. Und die Resonanz sei durchweg gut bis überschäumend. "Wir haben unser Ziel, die Musik von Lux wieder ins Bewusstsein der Musikwelt Thüringens und der Meschen der Region zu rufen, erreicht." Und in der Stadt Ruhla selbst seien die Vereine noch einmal wunderbar zusammengerückt. Er hofft, dass dies so bleibt, denn auch das gehöre zum Motto für 2014 dazu: "Eine Region schaut in die Zukunft."

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