"Fest der Hochkultur und Folklore" in Ruhla mit "Lux-Fanfare"

Ein "Fest der Hochkultur und Folklore" nennt Ruhlas Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler (SPD) das, was am Montag, 15. Juli, quasi mit einem Paukenschlag in der Bergstadt beginnen soll: die ersten Lux-Festspiele zu Ehren des in Ruhla geborenen Komponisten Friedrich Lux.

Dieses Ölgemälde von Friedrich Lux (geb. 1820 in Ruhla) entstand 1897. Das Bild war lange Zeit auf dem Dachboden des Ruhlaer Museums gelagert. Foto: Susanne Reinhardt

Dieses Ölgemälde von Friedrich Lux (geb. 1820 in Ruhla) entstand 1897. Das Bild war lange Zeit auf dem Dachboden des Ruhlaer Museums gelagert. Foto: Susanne Reinhardt

Foto: zgt

Wartburgkreis. Hochkultur, klar, wegen der Musik des wieder entdeckten Komponisten, die zahlreich im Festzelt und den Kirchen erklingen wird. "Folklore" deshalb, weil es ein Rahmenprogramm mit folkloristischen Elementen geben wird, mit dem Auftritt von Trachtengruppen und Handwerkern, die zeigen, wie zu Friedrich Lux‘ Zeiten die Eisen geschmiedet wurden.

Doch bevor sich am 15. Juli um 20 Uhr in der St.-Trinitatis-Kirche der Vorhang dazu hebt, wird am Dienstag, den 09. Juli des Komponisten gedacht, dessen Licht nun wieder auf Ruhla fällt. 19 Uhr lädt der Lux-Festspielverein zum Dichterhain in den Ruhlaer Krankenhausweg ein. Dort soll ein Kranz zu Ehren des 118. Todestages von Friedrich Lux nieder gelegt werden, begleitet von Musik und einem Gedicht Otto Böttingers, vorgetragen von Dieter Koch.

Mit dabei sind Mitglieder der Folkorevereinigung "Alt Ruhla", kündigte der Festspielverein an. Die Folklorevereinigung gründete sich vor 110 Jahren, um Geld einzuspielen für die Tafel im Dichterhain, die an den Ruhlaer Kantor und Kapellmeister erinnert.

Goldene Note

Am 15. Juli sollen die Festspiele mit der Übergabe eines goldenen Notenschlüssels an Ruhlas Bürgermeister eröffnet werden. Dabei sein will auch Schirmherrin Christine Lieberknecht (CDU), Thüringens Ministerpräsidentin. Im musikalischen ersten Teil der Eröffnung wirkt der Pianist Stephan Lux aus Düsseldorf mit, Ururgroßneffe von Friedrich Lux.

"Licht und Klang" heißt der zweite Teil der Eröffnung: Mittels Lichtinstallationen - angelehnt an den Namen des Komponisten Lux, lateinisch für Licht - soll den Besuchern der Weg von der Trinitatiskirche in der Köhlergasse zur St.-Concordia-Kirche gewiesen werden. Dort erleben sie die Uraufführung des Stückes "Die Lux-Fanfare", ein Werk des Organisten und Komponisten Thorsten Pech aus Weimar. Das Stück für Trompete, Pauke und Orgel hat er nach Informationen des Festspielvereins eigens für die Lux-Festspiele nach Motiven des Ruhlaer Musikers komponiert.

Eintrittskarten für die Lux-Festspiele sind in der Geschäftsstelle der TLZ in Eisenach, Sophienstraße 40a, in den Tourist-Informationen Thüringen oder im Internet unter http://www.ticketshop-thueringen.de/ erhältlich. Restkarten gibt es ab 15. Juli in der Touristinformation Ruhla und an den Abendkassen.

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