Spektakulärer Mord aus dem Jahr 1994: Urteil in Revision um Mordprozess

Erfurt  Das Erfurter Landgericht hat die 13 Jahre Haft für Jens V. bestätigt. Er war ein Mittäter bei einem der schwersten Verbrechen der Thüringer Kriminalgeschichte.

Symbolbild

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Foto: Alexander Volkmann

Die 6. Strafkammer des Erfurter Landgerichts hat am Donnerstag das Urteil gegen Jens V. aus dem Jahr 2016 bestätigt. Er war ein Mittäter bei einem der schwersten Verbrechen der Thüringer Kriminalgeschichte.

V. gehörte zu den Männern, die 1994 in einem tschechischen Waldstück einen Geschäftspartner erst gesteinigt und dann angezündet hatten. Die Tat blieb mehr als 20 Jahre ungesühnt. Erst, nachdem sich einer der Täter das Leben nahm, kam alles ans Licht.

2016 wurde V. am Landgericht Erfurt des gemeinschaftlich begangenen Mordes schuldig gesprochen und erhielt eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf, weil die 3. Strafkammer damals aus BGH-Sicht eine Gesamtstrafenbildung nicht entsprechenden Raum gegeben hatte. Gestern stellten die Richter nun fest, dass V. die Vorstrafe, die der BGH als nicht einbezogen moniert hatte, zum Zeitpunkt des Urteilsspruchs im Jahr 2016 bereits vollständig durch V. verbüßt worden war. „Es bleibt also bei der ursprünglichen Verurteilung“, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.

Drei Monate der 13 Jahre gelten indes wegen der langen Verfahrensdauer als verbüßt. Über die Anrechnung der U-Haft wird noch entschieden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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