Leitartikel: Respekt motiviert die Polizeibeamten

Fabian Klaus über Achtung für die Thüringer Polizei und warum diese zwingend notwendig ist

Fabian Klaus

Fabian Klaus

Foto: Andreas Wetzel

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Kaum ist der neue Thüringer Landtag wenige Woche alt, wird über ein Thema aus der vergangenen Legislaturperiode gestritten – den Zustand der Thüringer Polizei.

Dass dabei der FDP-Abgeordnete Dirk Bergner bei seinem Comeback im Hohen Haus besonders deutlich darauf Wert legt, dass den Beamtinnen und Beamten zuallererst Respekt gebührt, zeigt, wie abgeschliffen die Debatte zwischen CDU und Linken, AfD und Grünen sowie SPD in der vergangenen Legislaturperiode gewesen ist.

Die beschränkten sich zuletzt vor allem darauf, die eigenen Erfolge aufzuzählen oder die Misserfolge der anderen Parteien anzuprangern. Das ist zwar nicht grundsätzlich respektlos – aber ausgesprochen ist der Dank damit noch lange nicht.

Dass es Bergner ist, der noch einmal das unverschämte Bild der R2G-Koalitionschefs, die sich vor der Polizeibeleidigung „All Cops Are Bastards“, kurz ACAB, haben ablichten lassen, ist für den Zustand der Debatte ebenso bezeichnend. Dass die Grünen das als alten Hut herunterspielen wollen, darf man ihnen nicht durchgehen lassen.

Dabei können Linke, SPD und Grünen durchaus auf Erfolge blicken. Die Zahl der Anwärter, die eingestellt wurden und werden sollen, kann sich sehen lassen. Sie bildet die Grundlage dafür, dass perspektivisch überhaupt mehr Polizei in den Dienststellen verfügbar ist.

Denn dort brennt der Baum. Bis zu 20 Prozent der Stellen sind unbesetzt – das geht aus einer Antwort auf eine CDU-Anfrage an die Landesregierung hervor. Im Umkehrschluss bedeutet das: Überall leisten Polizistinnen und Polizisten Mehrarbeit.

Beispielsweise die Beamten der Bereitschaftspolizei, die Wochenende für Wochenende in den Stiefeln stecken. Entweder weil Fußball gespielt oder weil gerade eine Großdemo stattfindet – oder weil sie Lücken in den unterbesetzten Dienststellen stopfen müssen.

Dafür, dass die Beamten das und noch viel mehr ertragen, haben sie vor allem eines verdient: Respekt.

Beförderungen bei der Thüringer Polizei können umgesetzt werden

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