Zusammenfassung
- Persönliches über Georg Maier: Familie, Hobbys und Herkunft
- Georg Maier kam Mitte 2015 nach Thüringen
- Kritik an Georg Maiers Führungsstil: Wenig demokratisch
Thüringens neuer Innenminister ist auch der alte: Georg Maier (SPD) bleibt im Amt und soll in den nächsten fünf Jahren die Politik der Brombeer-Koalition von CDU, BSW und SPD im Bereich der inneren Sicherheit umsetzen.
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Wer ist Georg Maier?
Georg Maier ist 57 Jahre alt und kommt gebürtig aus Baden-Württemberg. Er lebt seit 2015 in Thüringen, ist hier in zweiter Ehe verheiratet und hat eine Tochter. Maier, der aus erster Ehe drei Kinder hat, ist katholisch. In seiner Freizeit widmet sich der Politiker neben der Familie gern auch einer roten Schwalbe.
Persönliche Daten:
- geboren am 25. April 1967 in Singen
- 1986 – 1987 Wehrdienst
- 1988 – 1994 Studium der Betriebswirtschaftslehre in Mannheim und Sankt Gallen, Diplom-Kaufmann
- 1995 – 1996 Tätigkeit bei der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben in Erfurt
- 1996 – 2015 verschiedene Tätigkeiten bei der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main, hier zuletzt Leiter der Gründungs- und Mittelstandsfinanzierung in Bonn
- 2008 Management Program an der Wharton School, University of Pennsylvania, USA
- seit 2009 Mitglied der SPD
- seit 2016 Beisitzer des Landesvorstandes der SPD Thüringen und Mitglied im Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung
- 2015 – 2017 Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft
- seit 30.08.2017 Thüringer Minister für Inneres und Kommunales
Wie lange macht Georg Maier schon Politik in Thüringen?
Georg Maier kam Mitte 2015 als Staatssekretär des damaligen Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee (SPD) nach Thüringen, der ihn nach Erfurt holte. Maier verantwortete die Wirtschaftsförderung, aber auch den Tourismus und die digitale Gesellschaft. Schon ein Jahr später begann auch Maiers Aufstieg in der Partei und er wurde in den Landesvorstand der Thüringer Sozialdemokraten gewählt. Die Partei führt er seit 2020 auch als Landesvorsitzender und war bei der Landtagswahl 2024 erstmals ihr Spitzenkandidat.
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Wie viel Rückhalt genießt Georg Maier bei der SPD Thüringen?
Maier muss sich immer wieder mit Kritik an seinem Führungsstil auseinandersetzen, der wenig basisdemokratisch sei. Als Quittung bekam er bei seiner Wiederwahl als Vorsitzender im Jahr 2024 nur 62 Prozent der Stimmen. Zum Vergleich: Bei seiner ersten Wahl zum Landesvorsitzenden kam Maier auf mehr als 82 Prozent der Stimmen auf dem Parteitag. Allerdings: Dass Maier an der Basis durchaus Fürsprecher hat, zeigt das Ergebnis eines Mitgliedervotums. Das hatte er zu der Frage initiiert, ob die SPD zusammen mit CDU und BSW in eine Regierung einsteigen soll. Obwohl der Prozess eigentlich so angelegt war, dass die Kritiker Maiers profitierten, ging das Votum deutlich für den Einstieg in eine Koalition aus.
Wie wurde Georg Maier Innenminister in Thüringen?
Eher zufällig. Als sein Vorgänger Holger Poppenhäger (SPD) 2017 wegen der verstolperten Gebietsreform entlassen wurde, war Maier zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Mittlerweile ist er der dienstälteste Innenminister Thüringens, bekleidet das Amt mit einer kurzen Unterbrechung nach der Kemmerich-Wahl, mittlerweile seit mehr als sieben Jahren.
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Wie erfolgreich war die Politik von Georg Maier im Innenministerium in Thüringen?
Darauf gibt es verschiedene Sichtweisen. Maier hat es geschafft, dass bei jahrelang verschleppten Baumaßnahmen Bewegung reinkam. So entstand ein neues Unterkunftsgebäude an der Polizeischule in Meiningen und auch die Sanierung der Feuerwehrschule in Bad Köstritz hat Fahrt aufgenommen. Zudem gelang es Maier, die Ausbildungszahlen bei der Polizei zu erhöhen und er hat mit dafür gesorgt, dass Polizisten ein höheres Einstiegsgehalt bekommen. Allerdings forderten die Gewerkschaften in der Vergangenheit immer wieder, dass die Ausbildungszahlen noch deutlicher erhöht werden. Das hat die Koalition aus CDU, BSW und SPD für ihre Regierungszeit versprochen.
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Auf der anderen Seite sah er sich aber auch immer wieder Kritik auch aus der eigenen damals noch rot-rot-grünen Koalition ausgesetzt, weil rechtsextreme Umtriebe in Thüringen immer häufiger vorkamen. Kritik gab es aber auch am harten Durchgreifen im Zusammenhang mit nicht angemeldeten Demonstrationen während der Corona-Pandemie.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Mit Blick auf das Kommunale verliert Maier die Zuständigkeit für den Kommunalen Finanzausgleich, der jetzt im Finanzministerium bearbeitet werden soll.
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