Erfurt will bei Buga mit Superblick vom Petersberg locken

"Eine Seilbahn muss nicht sein", schließt Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) aus, dass die Landeshauptstadt nachmacht, was auf vorherigen Bundesgartenschauen zur Attraktion erhoben wurde. Er möchte auch hoch hinaus, favorisiert dabei allerdings die Kaserne als Aussichtspunkt.

Wenn 2021 Buga in Erfurt ist, kann die Defensionskaserne auf dem´Petersberg zu einem besonderen Anziehungspunkt für die Gäste werden. Darauf setzt Erfurts Oberbürgermeister  Andreas Bausewein (SPD). Eine Seilbahn vom Domplatz auf den Berg allerdings sei nicht nötig, sagt er. Archiv-Foto: Susann Fromm

Wenn 2021 Buga in Erfurt ist, kann die Defensionskaserne auf dem´Petersberg zu einem besonderen Anziehungspunkt für die Gäste werden. Darauf setzt Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). Eine Seilbahn vom Domplatz auf den Berg allerdings sei nicht nötig, sagt er. Archiv-Foto: Susann Fromm

Foto: zgt

Erfurt. Auf der seit mehr als zehn Jahren leerstehenden Defensionskaserne auf dem Petersberg will er eine mehr als 3300 Quadratmeter große Dach-Terrasse zur Buga-Attraktion machen. Für ihn ist die Buga 2021 eine historische Gelegenheit, den Petersberg für die Nachwelt in die Kur zu nehmen. Nachdem das Land bereits acht Millionen Euro für die Gestaltung des Petersberg-Umfeldes zugesagt hat, hofft er auf zusätzliche zehn Millionen Euro für die leerstehende Kaserne. Zwar sei an diesem Plan noch nichts konkret, mit dem Eigentümer, der Landesentwicklungsanstalt (LEG), habe man sich aber bereits verständigt. Ganz oben stehe die Idee mit der Dachterrasse. Auch mit der Denkmalpflege habe es bereits "offene Gespräche" gegeben, die optimistisch stimmten - da das Dach erst vor 99 Jahren auf das damals aufgestockte Gebäude gesetzt worden sei...

In den vergangenen Jahren wurden bereits einige Konzepte gefeiert und danach wieder verworfen. Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden - und dies bereits in den kommenden Wochen. Für Bausewein ist es wichtig, etwas von Wert zu schaffen, das weit über die Buga-Zeit hinaus genutzt werden kann. Von der Terrasse aus soll sich nicht nur ein phantastischer Blick über die Stadt bieten. Bausewein denkt an Gastronomie - und vor allem an Menschen, die es auf den Petersberg zieht.

Diese sieht auch Tely Büchner, Referentin und Projektmanagerin des Vereins "Kultur-Quartier Petersberg", der am Dienstag um 20 Uhr in der Engelsburg gegründet werden soll. Sie setzt auf die Räumlichkeiten der Kaserne als ideales Domizil für kulturelle und soziale Projekte. Platz sei hinter den dicken Mauern für jede Art Kultur: von Kino über Kunsthandwerk und Design bis Architektur. Sie ruft daher nicht nur Interessenten in Erfurt auf, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen: Günstiger als jetzt stünden die Sterne für ein machbares Konzept für die Kaserne nie...

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