Kitas im Kreis Gotha erhalten 3,3 Mio. aus von-der-Leyen-Topf

Rund 3,3 Millionen Euro hat der Kreis aus dem sogenannten von-der-Leyen-Förderprogramm für die Unter-Dreijährigen erhalten. Zeit für Landrat Konrad Gießmann (CDU) Bilanz ziehen, was sich seit 2008 in den Kindertagesstätten des Kreises tat.

Schmecken lassen im Krippenraum: Der einjährige Anthony (vorn) und die zweijährige Celina sind gut versorgt durch Erzieherhin Anne Christ in den neu ausgebauten Räumen der AWO-Kindertagesstätte in Gotha. Foto: Katja Dörn

Schmecken lassen im Krippenraum: Der einjährige Anthony (vorn) und die zweijährige Celina sind gut versorgt durch Erzieherhin Anne Christ in den neu ausgebauten Räumen der AWO-Kindertagesstätte in Gotha. Foto: Katja Dörn

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Kreis Gotha. Rund 50 Kitas hatten für die Förderphase 2008-2013 der "Kinderbetreuungsfinanzierung" bisher einen Antrag gestellt, 40 wurden berücksichtigt. Unter den glücklichen Einrichtungen befindet sich auch die Gothaer Kindertagesstätte in der Juri-Gagarin-Straße. In den neu ausgebauten und bunt gestalteten Gruppen- und Waschräumen sowie im Außenspielbereich können die Kleinsten ab drei Monate herumtollen. 282.000 Euro wurden für die zwei Krippengruppen der Kita in der Trägerschaft der AWO vom Land zugewiesen.

Alle antragsstellenden Kindertagesstätten wurden vom Jugendamt begutachtet. Einige Kitas hätten eine Kombination aus dem Konjunkturpaket II und dem von-der-Leyen-Förderprogramm für die notwendigen Renovierungen in Anspruch genommen, sagte Jugendamts-Leiterin Simone Baumann.

Doch trotz der baulichen und mobiliaren Verbesserungen, die Betreuung für die Krippenkinder zu sichern, sei die personelle Situation schwierig. "Die Einrichtungen sind voll bis unters Dach", sagte Baumann. In der integrativen Awo-Kita betreuen 41 pädagogische Mitarbeiterinnen 200 Kinder. 55 davon sind sogenannte Integrative, behinderte Kinder, die Entwicklungsverzögerungen von mindestens einem halben Jahr aufweisen.

Stünden mehr Plätze zur Verfügung, würden auch diese schnell besetzt sein, sagte Baumann. Im Landkreis gebe es insgesamt 88 integrative Kita-Plätze, sagte die Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt, Petra Köhler. Viele Mitarbeiterinnen würden am Limit arbeiten, obwohl einigen eine Teilzeitbeschäftigung lieber wäre, sagte Köhler.

In den 77 Kindertagesstätten gebe es derzeit 1446 Krippenplätze im Landkreis. Historisch gesehen sei der Osten Deutschlands dafür besser aufgestellt, erklärte Baumann. Nach dem von-der-Leyen-Programm soll die Betreuung für Unter-Dreijährige bundesweit auf 35 Prozent steigen. Diese Marke sei in den neuen Ländern überschritten. Dennoch habe "die Förderung eine erhebliche Steigerung der Betreuungsqualität insgesamt ermöglicht", sagte Jugendamts-Leiterin Baumann.

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