Diese 19 Gemeinden in Thüringen sind besonders durch Radioaktivität belastet

Erfurt.  Durch das radioaktive Gas Radon im Boden könnte in 19 Thüringer Gemeinden der Referenzwert überschritten werden. Das sind die betroffenen Orte.

In 19 Gemeinden könnte in Gebäuden der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten werden. (Symbolbild)

In 19 Gemeinden könnte in Gebäuden der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten werden. (Symbolbild)

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

In Thüringen werden 19 Gemeinden als sogenannte Radon-Vorsorgegebiete ausgewiesen. In diesen Kommunen ist die Konzentration des radioaktiven Gases im Boden derart hoch, dass in Gebäuden der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten werden könnte. Die Liste der Orte liegt dieser Zeitung vor. Etwa 84.000 Menschen sind betroffen.

Die Landesregierung bereitet aktuell eine Allgemeinverfügung auf Basis des Strahlenschutzgesetzes des Bundes vor. Danach werden öffentliche Arbeitgeber und Unternehmen in den Vorsorgegebieten ab dem nächsten Jahr zu amtlich zertifizierten Radon-Messungen am Arbeitsplatz verpflichtet. Falls der Referenzwert überschritten wird, müssen Keller und Erdgeschoss etwa mit Folien abgedichtet werden.

Für private Haushalte soll es keine Auflagen geben. Allerdings muss bei Neubauten mit Folien oder besonders undurchlässigen Baumaterialien vorgesorgt werden. Radon ist geschmacks- und geruchlos – und entsteht beim Zerfall von Uran im Boden. Es gilt als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Das sind die Radon-Vorsorgegebiete:

  • Altenburger Land: Posterstein
  • Landkreis Gotha: Luisenthal, Tambach-Dietharz
  • Landkreis Greiz: Ronneburg, Korbußen, Paitzdorf, Kauern
  • Landkreis Hildburghausen: Schleusegrund, Masserberg
  • Ilm-Kreis: Ilmenau, Großbreitenbach, Elgersburg
  • Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Schwarzatal, Gräfenthal, Katzhütte
  • Landkreis Schmalkalden-Meiningen: Floh-Seligenthal, Oberhof
  • Landkreis Sonneberg: Goldisthal
  • Wartburgkreis: Ruhla

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