Das wahre Übel der Sommerzeit

Thomas Bärsch

Thomas Bärsch

Foto: Sascha Fromm

Herr Bärsch erklärt, warum eine Stunde mehr Schaden als bisher vermutet anrichten kann.

Seit 39 Jahren gibt es die Sommerzeit. Trotzdem weiß keine Sau, in welche Richtung die Uhren Ende März und Ende Oktober zu stellen sind. Das kann vor allem Wildtieren zum Verhängnis werden. Wenn am Sonntagmorgen ein Wildschwein die Straße um 6 Uhr überquert, weil die sonntags um diese Zeit immer leer ist, dann weiß es gar nicht, dass es erst um fünf und noch mancher betrunkene Party-Heimkehrer unterwegs ist. Damit ist das Unglück programmiert: Scheinwerfer blenden, Hupen tröten, Bremsen quietschen. Das Schwein glotzt seinen Gegner an wie das erste Auto, das wahrscheinlich auch das letzte in seinem Leben sein wird. Gelingt ihm dennoch die Flucht, muss sich das Wildschwein kurz nach sieben erneut in Acht nehmen. Dann irren Tausende Menschen umher, weil sie eine Stunde zu früh aufgestanden und auf verschlossene Wahllokale getroffen sind.

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