Pia fragt: Was wir zu sehen meinen

Britta Hinkel rät ihrer Freundin Pia, gut hinzuschauen.

Britta Hinkel.

Britta Hinkel.

Foto: Mediengruppe Thüringen

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Neulich fragt mich meine beste Freundin Pia: „Kannst du gut Zeichen deuten?“

„Wie meinst du das?“, sag’ ich.

„Na es gibt doch versteckte Hinweise um uns herum. Glaubst du, du siehst die und erkennst ihren Sinn?“, sagt Pia.

„Darüber hab ich noch nie nachgedacht. Aber sollte es sie tatsächlich geben, interpretiert sie wahrscheinlich wirklich jeder anders“, sag’ ich.

„Stimmt! Für den einen ist das Glas halb voll, für den anderen halb leer“, sagt Pia.

„Und womöglich haben beide recht?“, sag‘ ich.

„Meinst du, das ist reine Auslegungssache?“, sagt Pia.

„Ich war Samstag beim Bäcker und wählte ein Stück Kuchen, das allerdings an einem zweiten hing. Die Frau hinterm Tresen hatte sichtlich Mühe, die beiden zu trennen. Woraufhin ich sagte, das habe ’was zu bedeuten. Gedacht hab’ ich dabei daran, dass ich wohl lieber verzichten sollte. Aber die Bäckerin schmunzelte und meinte: Genau! Das heiße eindeutig, dass ich beide nehmen sollte. Ich war baff“, sag’ ich.

„Zeichen falsch gedeutet?“, sagt Pia. „Eine von uns auf jeden Fall“, sag‘ ich.

„Ich hab neulich einen Töpfer gefragt, wofür die hübschen Gebilde gedacht seien, die er da anbietet: ein Schälchen mit einem gelöcherten Riegel drauf. Er zeigte mitten in die Runde seiner Keramiken. Da stand eines, in das waren kleine Blümchen gesteckt - des Rätsels Lösung. Direkt vor meinen Augen! Der Mann tröstete mich: Vor mir hätten das auch schon 20 Leute gefragt...“, sagt Pia.

„Tja, genau hinschauen! Dann wird es vielleicht auch was mit den geheimen Zeichen“, sag‘ ich.

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