Problemzonen: Schlüssel zur Zukunft

Elena Rauch will nicht alles gleichzeitig machen.

Rlena Rauch.

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Foto: Archiv

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Einer der berühmtesten Multitasker der Moderne war der amerikanische Artist Harry Kahne. Er soll mit Händen und Füßen vier verschiedene Texte gleichzeitig auf eine Tafel geschrieben und dabei mit dem Publikum Gespräche geführt haben. Das braucht im Grunde kein Mensch, andererseits klingt es nach der Stellenbeschreibung für die perfekte Sekretärin. Womöglich brachte genau dies das Patriarchat auf die Idee, Multitasking der Frau anzuhängen.

Es gibt Männer, die glauben wirklich daran, das kann zu bemerkenswerten Verhaltensweisen führen. Tony Blair zum Beispiel soll seiner Frau einen Heiratsantrag gemacht haben, während sie gerade die Toilette putzte. Vielleicht ist das auch nur englischer Humor.

Die meisten Männer allerdings nutzen Multitasking vorsätzlich, um lästige Dinge auf die Frau abzuschieben, weil die ja mit der angeblichen Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können, ohnehin einen Zeitvorsprung hat. Und der Frau wurde es so lange eingeredet, bis sie angefangen hat selber daran zu glauben und seitdem ständig den Finger hebt, wenn Aufgaben verteilt werden.

Jetzt aber hat ein Forscherteam in Aachen Probanten getestet und herausgefunden, dass Frauen gar nicht besser multitasken können als Männer. Nicht einmal die Evolutionsbiologie, sonst stets letzte Instanz in solchen Fragen, würde dieser Logik folgen. Der Schlüssel zur Zukunft heißt Monotasking. Die Wissenschaft kann nicht irren. Hoffentlich spricht sich das schnell herum.

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