Topfgucker: 20 Minuten für den Fisch

Ingo Glase mag flotten Hecht.

Ingo Glase.

Ingo Glase.

Foto: Andreas Wetzel

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Seezungenröllchen in Champagnersahne, Kochfisch in Senfsoße, Lachs mit Kartoffelgratin, Scholle auf Tomatenbett, Forelle, Karpfen, Kabeljau und Heilbutt, zu Kartoffeln, Reis oder Nudeln, gekocht, gedünstet, gebraten oder auch mal roh, scharf oder mild, aber immer lecker - ja, man müsste viel öfter Fisch essen. Leider ist er hierzulande nicht so einfach frisch zu bekommen, immerhin bieten immer mehr Kaufhallen frische Meeresfrüchte an, auch wenn im Vergleich zu französischen Supermärkten (auch weitab des Meeres) die Stände ziemlich leergefischt aussehen.

Das nächste Problem: Fisch ist nicht ganz einfach zuzubereiten. Befürchten viele, denn oft ist der servierte Leckerbissen nicht nur eines, sondern offenbar Tausender Tode gestorben. Und schmeckt dementsprechend trocken.

Kein übertrieben aufwendiges Gericht

Dabei ist das Gegenteil der Fall. Fisch geht ganz einfach, weil er nur kurze Zeit zum Garen braucht. Das Team vom berühmten Blankeneser Fischhuus in Hamburg hat nun 100 Beweise dafür vorgelegt, nämlich 100 Fisch-Rezepte im Kochbuch „180 / 20“. Der seltsame Titel (Verlag Seltmann & Söhne) ist schnell erklärt - die Faustformel für Fisch im Ofen lautet nämlich: 180 Grad, 20 Minuten, fertig ist nicht nur der Lachs (wie man an der Küste so schnoddert), sondern auch dessen glitschige Verwandtschaft.

Entstanden ist ein wunderschönes Kochbuch mit 100 Gründen, wieder mal (und immer öfter) Fisch zu essen. Und vielen lebendigen Bildern und Geschichten aus dem Alltag eines Hamburger Fischhändlers. Keines der Gerichte ist übertrieben aufwendig, alle können ohne Mühe zubereitet werden, so man den passenden Fisch an die Angel bekommt. Aber zumindest die Klassiker sind ja an vielen Thüringer Seen erhältlich, etwa für die Aal-Carbonara, bei der gewürfelter Räucheraal die Speckwürfel ersetzt. Und dieses Gericht braucht nicht einmal 20 Minuten. Noch ein Grund mehr, immer öfter mal Fisch zu essen.

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