Topfgucker: Das gefiederte Quartett

Ingo Glase sucht neue Rezepte mit Eiern.

Ingo Glase.

Ingo Glase.

Foto: MGT / TA

Erika gräbt um, Lotte schaut neugierig zu, Ute untersucht ein Salatblatt und Helga stolziert mit geschwellter Brust durch den Garten. Das verrückte Huhn schafft es trotz gestutzter Flügel als einziges Federvieh über den Zaun des Geheges und genießt ihre Ausflüge auf die Terrasse, in die Beete und den Vorgarten so sehr, dass wir ihr dieses Privileg lassen.

Zumal sie jedem Zweibeiner treu hinterher wackelt und nicht mehr von der Seite weicht. Das gilt auch für dessen Weg zur Fütterung der gefiederten Freunde im Gehege: Schnurstracks lässt sie die Freiheit sausen und flitzt zurück ins umzäunte Hühner-Paradies. Hunger ist eben stärker als Fernweh.

Das Hühner-Quartett zu beobachten ist ein wunderbares Vergnügen. Die vier Lohmänner erkunden jeden Tag aufs Neue ihre kleine Welt, dass es eine Freude ist. Welche täglich von vier Eiern gekrönt wird. Das läppert sich. Also wird jedes Eier-Rezept dankbar aufgenommen. Etwa dieses: gekochte Eier in Mehl, geschlagenen Eiern und Semmelbrösel wenden, dann frittieren und zu frischem Salat servieren.

Als Pendant zu russischen Eiern, bei denen das hartgekochte Eigelb mit Mayonnaise und etwas Senf vermischt wird, gibt es türkische Eier: Halbierte Cherrytomaten in Öl und etwas Honig schmoren. Griechischen (politisch gesehen bemerkenswert für türkische Tomaten) Joghurt mit gepresstem Knoblauch, Salz und etwas Olivenöl verrühren. Butter bräunen und mit Pfeffer und etwas Olivenöl verrühren. Eier pochieren (entweder im Wasserstrudel eines großen Topfes oder - viel einfacher - in eingeölter Frischhaltefolie, zum Säckchen gebunden). Joghurt auf Schalen aufteilen, Eier und Tomaten auflegen und mit der braunen Butter beträufeln. Etwas Pfeffer drauf - dazu Fladenbrot oder Toast reichen und den Hühnern beim ungeduldigen Scharren zuschauen.

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