Topfgucker: Die Suppe zum Auslöffeln

Ingo Glase über flüssige Vorspeisen.

Ingo Glase

Ingo Glase

Foto: Andreas Wetzel

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Für ein schönes Vorsüppchen gibt es mehrere Argumente. Zum einen dauert das Essen länger, man kann also länger in gemütlicher Runde sitzen und schwatzen, zum anderen sind die Gäste schon mit etwas beschäftigt, während die kochenden Gastgeber noch in der Küche herumwuseln (schöner ist es natürlich, wenn sie mit am Tisch sitzen können). Und außerdem macht eine Vorsuppe tatsächlich Appetit auf den folgenden Hauptgang.

Wenn man also keinen so großen Hunger hat, sollte man das angebotene Süppchen nicht ausschlagen – im Gegenteil, es setzt den Verdauungsapparat in in Gang – und erhöht den Appetit und die Vorfreude auf die folgenden Leckerbissen. Und der Auswahl sind schier keine Grenzen gesetzt. Klare Brühen oder sämige Suppen, passend zum Hauptgang oder als Kontrastprogramm gedacht, ergänzen jedes gute Essen.

Winterlich-wärmend beispielsweise ist die Brunnenkressesuppe, mit der sich die Gäste nach einem winterlichen Spaziergang vor dem Essen auf den Festschmaus einstellen können. Zwiebel, Kartoffeln, Möhre und Steckrübe – allesamt gewürfelt – in etwas Olivenöl anschmoren und in zugefügter Brühe weich köcheln lassen. Pürieren und abschmecken, grob gehackte Brunnenkresse zufügen und zwei Minuten köcheln lassen. Mit frischer Kresse und ein paar Tropfen Olivenöl in der Suppentasse servieren.

Thüringer Bezug hat auch Blumenkohlsuppe, für die es so viele Rezepte gibt, wie ein Blumenkohl Röschen hat: Man kann sie als sämige Suppe mit Karotten- und Kartoffelwürfeln und kleinen Blumenkohlröschen servieren – oder als durchpürierte Variante mit etwas Fisch, der nur kurz in der Suppe gar zieht – Garnelen, Lachs oder fester Weißfisch eignen sich dafür ziemlich gut. Eine gute Portion frischer Dill darf bei beiden Varianten auf keinen Fall fehlen.

Auch Tomaten- oder Pilzsuppen eignen sich als Appetitanreger ganz gut. Ein Klassiker ist natürlich die beliebte Soljanka. Aber dabei ist der Aufwand ziemlich groß, für eine Vorsuppe fast schon zu groß. Es sei denn, man serviert die Soljanka als Hauptgang – dann aber ohne Vorsuppe.

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