Topfgucker: Sommersalat aus den Bergen

Ingo Glase hat aus dem Urlaub neue Rezepte mitgebracht.

Ingo Glase.

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Morgens halb zehn zeigt das Thermometer auf der Sonnenseite tatsächlich schon 30 Grad an. Frühstück auf dem Balkon ist ein Wettlauf gegen die Zeit (was oder wer schmilzt am schnellsten), Mittag fällt aus – wegen hitzefrei, erst am Abend, wenn die Sonne hinter dem Wald verschwindet, kommt auch der Appetit zurück. Kühler ist es dadurch aber nicht geworden, irgendetwas Leichtes muss also her. Eine kalte, pürierte Gemüse- oder Fruchtsuppe wäre eine Idee, oder der in Zitronen- oder Limettensaft und Olivenöl marinierte Fisch, Ceviche genannt. Möglich ist auch ein bunter, frischer, grüner Salat mit gegrillten Garnelen – mit frischem Weißbrot mittelmeermäßig echt ein Gedicht.

In den Bergen braucht es natürlich etwas Kräftigendes. Vermutlich wurde dafür extra das Kürbiskernöl erfunden, es verleiht dem alpinen Wurstsalat den typisch nussigen Geschmack: Fleischwurst in dünne Scheiben schneiden, ebenso eine Zwiebel, ein paar Gewürze und was man sonst noch so mag, nett auf den Tellern angerichtet – verziert mit einem netten Muster des dunkelgrünen Öls freut sich auch das Auge, solange es keine Tropfen auf Hemden, Blusen und Tischdecken gibt. Aber der Geschmack ist es auf jeden Fall wert.

Eine feinere Variante ist der steirische Wurstsalat: einige Scheiben gekochtes Rindfleisch, einige nur kurz blanchierte, in Eiswasser abgeschreckte und dadurch noch knackige Pfifferlinge, Zwiebelringe, ein paar Salatblätter und Kürbiskernöl ergeben eine leichte, aber kräftige und leckere Abendmahlzeit. Da ist einem das Thermometer keinen Pfifferling mehr wert.

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