FC Rot-Weiß Erfurt hat 75 Prozent des Etats gedeckt

Erfurt.  Das Präsidium des FC Rot-Weiß Erfurt beschließt das Budget für die laufende Saison. Nichtzahlenden Mitgliedern droht der Ausschluss.

Der Verein plant mit 120.000 Euro durch Beiträge der Vereinsmitglieder, mahnt diese, aber pünktlich zu zahlen.

Der Verein plant mit 120.000 Euro durch Beiträge der Vereinsmitglieder, mahnt diese, aber pünktlich zu zahlen.

Foto: Frank Stelnhorst

Nach der Herauslösung der Nachwuchsabteilung und der Geschäftsstelle des FC Rot-Weiß Erfurt aus dem noch laufenden Insolvenzverfahren hat das neue Präsidium nun auch einen Etat für die aktuelle Saison beschlossen. Demnach kalkuliert der Verein mit Einnahmen von knapp 417.000 Euro. Davon seien bereits etwa drei Viertel gedeckt, wie Markus Hirche als Sprecher des fünfköpfigen Gremiums erklärte.

Das Budget umfasst den Spielbetrieb des Nachwuchses und die ehrenamtliche Arbeit der Geschäftsstelle des Vereins. Die erste Mannschaft firmiert dagegen seit dem Sommer unter dem Dach der neuen RWE Fußball GmbH.

Zu den größten Positionen bei den Einnahmen gehören die Beiträge der etwa 2300 Mitglieder des FC Rot-Weiß Erfurt, was mit 120.000 Euro zu Buche schlägt. Allerdings stehe ein erheblicher Teil jener Gelder noch aus, erklärte nun der Club. Deshalb betonte der FC Rot-Weiß erneut, dass der Mitgliedsbeitrag an den Verein fließt und nicht etwa in das Insolvenzverfahren.

Mitglieder, die nicht zahlen, werden ausgeschlossen

Mitglieder, die bis zum Jahresende nicht gezahlt hätten, müsse man ausschließen. Als die Freigabevereinbarung aus dem Insolvenzverfahren unterzeichnet war, hatte der Club im August ein neues Konto eingerichtet, über das nun auch die Mitgliedsbeiträge verrechnet werden.

Bei den Einnahmen erwartet man 55.000 Euro durch Sponsoren, die mit Hilfe von Trikot- und Bandenwerbung generiert werden sollen. Fast 30.000 Euro kommen von der RWE Fußball GmbH für Kostenerstattungen, die sich unter anderem aus Verträgen ergeben, die der Verein im Sommer geschlossen hatte, als das Unternehmen noch nicht gegründet und die erste Mannschaft noch nicht ausgegliedert war.

An der Finanzierung des Clubs beteiligen sich aber auch vier Fördervereine, die im Frühjahr mit zahlreichen Aktionen wie zum Beispiel einem virtuellen Spiel Gelder eingeworben haben.

Vier Prozent der Einnahmen fließen in Insolvenzverfahren

Gänzlich abgekoppelt ist der Verein nach der Herausgabe aus dem Insolvenzverfahren jedoch nicht. Laut Vereinbarung aus dem Sommer fließen nach Informationen dieser Zeitung vier Prozent der Einnahmen in jenes Insolvenzverfahren. In der Etatrechnung, die inzwischen auch vom Aufsichtsrat bestätigt und vom neuen Präsidium öffentlich gemacht wurde, sind dafür 26.700 Euro veranschlagt.

In den nächsten zwei Jahren soll zudem die Nachwuchsakademie den im Frühjahr verlorenen Status des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als Leistungszentrum zurückerlangen. Voraussetzung wäre, dass die erste Mannschaft in die Regionalliga aufsteigt.