Kicki rief zum Abenteuer und 29 Kinder kamen auch

Ilmenau (Ilm-Kreis). Die Forststudenten sorgten wieder für Erlebnisse rund um den Kickelhahn und den Auerhahn.

Den Kindern wurde gezeigt, wie man Löffel schnitzt, die sie zum Essen der Kräutersuppe verwenden konnten. Foto: Karl-Heinz Veit

Den Kindern wurde gezeigt, wie man Löffel schnitzt, die sie zum Essen der Kräutersuppe verwenden konnten. Foto: Karl-Heinz Veit

Foto: zgt

Wenn „Kicki“, der lustige kleine Auerhahn, die Kinder mit ihren Muttis, Vatis und Großeltern auf den Ilmenauer Berg „Kickelhahn“ zum Waldabenteuer ruft, dann kommt bei schönem Sonnenwetter große Freude auf. Am Samstagvormittag war es wieder soweit. Fern vom Trubel in der Innenstadt, wo viele Leute das Stadtfest bei Musik, Gesang, Bratwürsten und Fassbrause feierten, kamen genau 29 kleine und größere Kinder zum Hausberg gewandert. Die Eltern dieser Kinder hatten die Erfurter Forststudenten und deren Professor Erik Findeisen darum gebeten, dem „Kicki“ zu sagen, dass es doch viel besser sei, wenn er schon am Vormittag sein Waldabenteuer startet. „Früh am Morgen sind wir frisch und munter. Auch müssen wir nicht so lange warten, bis es mit dem Abenteuer losgeht. Dann gibt es noch einen Vorteil. Man kann sich am Nachmittag noch etwas anderes vornehmen“, sagten Gustav, Paul, Collin, Dorit, Julia, Antje ihren Eltern. Diese schickten eine Mail an „Kicki“ und siehe da, der bessere Vormittagstermin klappte. So kamen fast fünf Mal mehr Kinder als sonst. Da staunten Anna, Alina, Kristin und Oliver mit dem Jägerhut auf dem Kopf sehr, dass diesmal so viele bei „Kickis Waldabenteuer“ mitmachen wollten. Anna, die nicht mehr in Erfurt bei Professor Findeisen studiert, sondern als richtige und wichtige Revierförsterin arbeitet, war noch einmal mit nach Ilmenau gekommen. Sie zeigte Alina, Kristin und Oliver, was „Kicki“ und die Kinder am liebsten spielen und im Wald entdecken wollen. So begann der Morgen mit dem Fotografenspiel auf der Wiese hinterm Haus. Wie das Spiel genau geht, soll bis zum nächsten „Kicki- Abenteuer“ ein Geheimnis bleiben. Richtig spannend wurde es für die Kinder dann beim kurzen Besuch im Museum. Das ausgestopfte Wildschwein im Flur konnte nicht abhauen und ließ sich das Streicheln gefallen. Seine lebendigen Schwestern und Brüder im Wald am Kickelhahn bekamen die Kinder auch diesmal nicht zu sehen, weil sie sich gut versteckt hielten. Nicht verstecken konnten sich auf der Waldwiese die Kräuter und Blumen. „Kicki“ bat darum, etliche von diesen zu sammeln, damit sie später in der wilden Waldküche am Blockhaus der Suppe den guten Waldgeschmack geben. Brennnesseln, Spitzwegerich, Frauenmantel, Knoblauchraute, Gänseblümchen, Taubnesselblüten und Giersch sammelten die Kinder als Suppenkräuter. „Kicki“ passte genau auf, dass sich beim Sammelgut kein giftiges Kräutlein untermischte. Am Blockhaus loderte schon das Lagerfeuer. Das Brot im Korb, welches, innen ausgehöhlt, zur Suppenschüssel wurde, duftete herrlich. Anna und Oliver zeigten, wie man einen Löffel schnitzt, ohne sich mit dem Messer in die Finger zu schneiden. Zum Glück hatte „Kicki“ etliche Plastelöffel mitgebracht. Sonst hätte manches Kind, weil der Löffel nicht fertig wurde, seine Suppe trinken müssen. Pünktlich um zwölf rief „Kicki“ zum Essen.

Eine Wildkräutersuppe mit Kartoffeln und Möhren aus einer Brotschüssel zu löffeln und diese zu guter Letzt auch noch aufzuessen, das war das echte „Kicki- Abenteuer“ an diesem Tag. Es wird den Kindern lange in Erinnerung bleiben.

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