Wissen, woher die leckeren Maronen kommen

Berka v.d. Hainich  Schülerinnen und Schüler aus Berka vor dem Hainich haben eine Esskastanie gepflanzt und dabei viel erfahren über den „Baum des Jahres 2018“

Es ist vollbracht: Die Grundschülerinnen Leonie Baumbach (links) und Melia Theresa Siefert legten bei der Pflanzung einer kleinen Esskastanie letzte Hand an.

Foto: Klaus Fink

Zum nunmehr elften Mal seit 2008 pflanzte die Grundschule Berka vor dem Hainich gemeinsam mit Alexander Böttger vom Thüringenforst und Fritz Böttcher vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal auf einer Wiese im Langen Tal unweit der Mallinde den Baum des Jahres.

Mit dabei waren auch eine Abordnung aus der Regelschule Mihla, Knirpse des Kindergartens sowie Eltern, Verwandte und Bürger aus der Gemeinde. 2018 ist die Esskastanie der Baum des Jahres.

Schulleiterin Kerstin Böttger dankte in ihrer Begrüßungsansprache unter anderem der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die das Bäumchen zur Verfügung stellte, und Berkas Bürgermeister Siegfried Lämmerhirt, der ein Stück Weidefläche unterhalb des Naturlehrpfades „Silberborn“ zur Pflanzung weiterer Bäume des Jahres frei gelenkt hatte.

Die Chorkinder sangen Frühlingslieder. Und die Laienspielgruppe unter Regie von Anika Sülzner trat beim hübschen Zeremoniell, bei dem sich alle mitwirkenden Kinder großen Applaus verdienten, mit dem selbst ausgedachten Stück „Die Esskastanie“ auf.

Hier verkörperten Melia Theresa Siefert, sie feierte am 25. April – am Tag des Baumes – Geburtstag, als Schmetterling, Luise Lehrmann als „Esskastanie“ sowie Sophia als Star, Max als Grasfrosch, Pauline als Wildkatze, Johann als Wiesen-Champignon, Sarah als Fettspinne und Josi als Ehrenpreis niedlich kostümiert einen Teil der „Natur des Jahres 2018“.

Stammumfang bis zu zehn Meter

Als besondere Spezialität gab Alexander Böttger eine Kostprobe selbst gebackenen Maronenkuchens aus, und die Laienspielgruppe reichte eine Kostprobe selbst gemachten Maronen-Aufstrichs herum. Die Marone ist die Frucht der Esskastanie, über die die Fünftklässler Lennard Beck und Emilia Nöth aus der Regelschule Mihla ganz wissenschaftlich Auskunft gaben.

Die älteste Esskastanie Deutschlands soll demnach etwa 400 Jahre alt sein. Am Mittelmeer hat sie ihr angestammtes Refugium, kann dort sogar ein Alter bis zu 1000 Jahren und einen Stammumfang von zehn Metern erreichen.

Des Weiteren verteilte Kerstin Böttger erneut Baumanhänger, und das Baumwesen „Arborix“ alias Leonie Baumbach wirkte ebenfalls an der Zeremonie mit. Gemeinsam mit Geburtstagskind Melia, Alexander Böttger und Fritz Böttcher legte sie dann bei der Pflanzung der Esskastanie letzte Hand an.

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