Kommentar zum Stadion-Umbau: Gelungene Jenaer Lösung

Tino Zippel zur Entscheidung im Stadionprojekt.

Tino Zippel

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Foto: Andreas Wetzel

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Zehn Jahre nach Präsentation der Umbauidee wird nun die Jenaer Fußball-Arena in die Tat umgesetzt. Das Warten hat sich gelohnt: Die Stadt Jena hat eine Variante gefunden, die einerseits die Bedingungen im Stadion erheblich verbessert, andererseits clever Akteure vor Ort einbindet. So sind Synergieeffekte zwischen Fußball- und Basketball-Arena möglich – eine typisch Jenaer Lösung.

Der erfolgreichen Bietergemeinschaft gehört mit Roland Duchatelet auch der Anteilseigner des FC Carl Zeiss Jena an. Für den Klub ist das aus doppelter Sicht ein gutes Zeichen. Zum einen erhält er endlich ein modernes Stadion, um höhere Vermarktungserlöse zu erzielen und damit in seiner Liga konkurrenzfähig zu werden.

Zum anderen sitzt der Anteilseigner in der Betreibergesellschaft, die für ihre wirtschaftliche Auslastung einen starken Ankermieter, also einen starken FC Carl Zeiss, braucht. Wenn jetzt noch die Carl Zeiss AG ihrer regionalen Verantwortung nachkommt und der Arena den Namen gibt, ist ein perfektes Paket geschnürt.

Nicht zuletzt zeigt der Zuschlag, dass der Stadt Jena doch am Slogan Sportstadt gelegen ist. Alle zwei Wochen kommen Touristen wegen des Fußballs ins Stadion, das bald endlich einer Lichtstadt würdig ist.

Und in der Stadtverwaltung werden sie fortan dem FC Carl Zeiss noch mehr die Daumen drücken: Je höher der Klub spielt, desto weniger muss die Stadt fürs Betreiben der Arena zuschießen.

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Neues Stadion für FC Carl Zeiss Jena

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