Heldburg. Ein Zufallsfund hat zur Lösung des Rätsels um Thüringens ältestes Gemälde geführt.

Seit April zeigt das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg eine Ritterschlacht – eine sieben Meter lange und fast drei Meter hohe Wandmalerei, die mehr als 800 Jahre alt ist. Ihre Herkunft war lange unklar. Jetzt erklärte das Museum: Das Gemälde stammt aus einer Kirche in der französischen Gemeinde Artins, südöstlich von Le Mans. Ein Kunsthändler habe das Gotteshaus vor über 100 Jahren gekauft und das Gemälde zum Weiterverkauf herausreißen lassen, sagte Museumsdirektorin Adina Rösch im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Zweiten Weltkrieg gelangte es jedoch in ein NS-Sammeldepot, wo es bis zum Ende des 20. Jahrhunderts eingelagert war.