Altenburg. „Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt jede Buch-Neuerscheinung.“ Das wünscht sich Jens Junge, Leiter des Instituts für Ludologie in Berlin und Altenburg, auch für Spiele.

Ein ein-quadratmeter-großer Karton voll fabrikneuer Spiele steht im Schlosshof. Diese Paketsendung würde jedes Kind erfreuen. Gerd Matthes erhält solche Post regelmäßig. Er kümmert sich um die Erschließung der wohl weltgrößten Spielesammlung in Altenburg. Im Herbst vergangenen Jahres stellte das Berliner Institut für Ludologie, also für Spielforschung, dem Schloss- und Spielkartenmuseum die 30.000 Spiele umfassende Sammlung de Cassan als Dauerleihgabe zur Verfügung. Gemeinsam mit der hauseigenen historischen Spielkartensammlung sowie der Privatsammlung von Institutsleiter Jens Junge umfasst die Kollektion knapp 60.000 Spiele. Tendenz steigend. Denn die Spieleverlage senden obendrein ihre Neuerscheinungen nach Altenburg. Jedes Jahr kommen in Deutschland 1400 Spiele neu heraus.