Rudolstadt. Direktorin Sabrina Lüderitz wünscht sich eine neue museale Nutzung für gesamten Nordflügel der Heidecksburg.

Das unsanierte Dach im Nordflügel der Heidecksburg war schon länger ein Problem. Je nach Stärke des Regen sickerte schon früher das Wasser mal mehr mal weniger hindurch, doch im Spätherbst vergangenen Jahres war die Situation nicht mehr haltbar. Aufgrund massiven Wassereintrags im Dachgeschoss mussten Museumsmitarbeiter die Naturhistorische Sammlung aus den Räumen des Obergeschosses ebenso wie die Büroräume evakuieren. Von außen wurde daraufhin die betreffenden Stelle kurzfristig repariert, doch ist noch nicht klar, wie groß der Schaden tatsächlich ist. Derzeit lässt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten – als Eigentümerin des Schlosses – von innen Einbauten aus den 1970er-Jahren entfernen, die den Blick auf die Holzkonstruktion verstellen. Erst dann, so hieß es seitens der Stiftung, sei das tatsächliche Ausmaß der akuten Wasserschäden erkennbar, und man kann sehen, ob an der Deckung noch einmal unmittelbar nachgesichert werden muss.