Eisenach. Eisenach feiert „Paris, Paris“ und Julia Grunwalds Handlungsballett nach einem Musical hat also das Zeug zum Publikumserfolg. Ein paar Fragen bleiben dennoch.

Die Frau, die nichts hat außer ihrer Verführungskraft, die sie tagtäglich professionell ausspielen muss, steht in der Bühnenmitte, links und rechts einen Mann an Händen. Den einen liebt sie, den anderen braucht sie. Beide wollen sie besitzen auf jeweils ihre Weise. Das sieht für einen Moment aus wie die Zerreißprobe aus der Geschichte vom Kreidekreis, nur dass es sie mehr zerreißt als dass sie zerrissen werden würde. Dann küsst sie den Geliebten, geht aber mit dem Verhassten.