Weimar. Im Grunde hatte der Schauspieler mit dem Theater längst abgeschlossen. In diesem Sommer aber wagt er sich auf eine Freilichtbühne im Weimarhallenpark. Und: Es werden noch Komparsen gesucht.

Ein Marathon setzte den vorläufigen Schlusspunkt: Thomas Thieme als Molière, sechs Stunden lang, ab 2007 bei den Salzburger Festspielen und in der Berliner Schaubühne. Nach diesem Kraftakt verordnete er sich eine Pause vom Theater, weil er sich „überspielt“ hatte. Zwei Jahre sollte sie dauern, mehr als fünfzehn sind es geworden. Seitdem hat er viel gedreht und trat mit Sohn Arthur in seinen konzertanten Lesungen auf. Das Theater habe ihm nicht wirklich gefehlt, sagte er 2021 in einer Matinee auf Schloss Ettersburg. Er sei da im Grunde raus.