Cranach-Jahr soll mehr als 100.000 Besucher locken

Mit drei Ausstellungen feiert Thüringen den 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren - und den Älteren natürlich gleich mit.

Das Altargemälde von Lucas Cranach dem Älteren in der Weimarer Herderkirche. Archivfoto: C. Welz/dpa

Das Altargemälde von Lucas Cranach dem Älteren in der Weimarer Herderkirche. Archivfoto: C. Welz/dpa

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Mit Agitation und Propaganda kannte sich schon Martin Luther aus. Und zu den "Propagandisten der Reformation", sagte Christoph Matschie, hätten nun mal auch Lucas Cranach der Ältere und sein gleichnamiger Sohn gehört.

Der hiesige, für die Kultur zuständige Bildungsminister von der SPD kündigte am Dienstag drei große Ausstellungen für den Frühling des Jubiläumsjahres 2015 an, in dem sich der Geburtstag des jüngeren Cranach zum 500. Mal jährt. Die Propagandisten werden vor allem auf der Wartburg zur Geltung kommen. Hier werden sieben Luther-Porträttypen ausgestellt.

Für eine zweite Ausstellung im Herzoglichen Museum Gotha - Vater Cranach ehelichte die örtliche Bürgermeistertochter - werden zusätzlich zum heimischen Fundus internationale Leihgaben gewonnen. Hier soll es vor allem um die Werke gehen, die in der Zeit als kurfürstlicher Hofmaler entstanden.

Und schließlich, natürlich, Weimar, der Alterssitz von Cranach dem Älteren. Im Schiller-Museum werden die letzten Jahre des Malers ausgeleuchtet, wobei man hier ausschließlich auf die Bestände der Klassik-Stiftung zurückgreift. Eine zugehörige Tagung findet auch statt.

Dies alles zusammen soll das Cranach-Jahr ergeben, als Teil der Lutherdekade bis zum Reformationsjubiäum 2017. Der Minister hofft auf ähnlichen Zuspruch wie beim letztjährigen Van-de-Velde-Jahr, das immerhin gut 100.000 Menschen interessierte. Dafür, sagt er, seien die nötigen 1,2 Millionen Euro (die Hälfte vom Land, der Rest vom Bund und den beteiligten Institutionen) gut angelegt.

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