Das Leben der Margarete

Schüler der Apoldaer Bergschule entwickelten Audiotexte für den Niederroßlaer Burg- und Heimatverein.

Ernst Preller vom Heimat- und Burgverein Niederroßla erhält hier die CD, die die Apoldaer Gymnasiasten aufgenommen haben.  Foto: Sascha Margon

Ernst Preller vom Heimat- und Burgverein Niederroßla erhält hier die CD, die die Apoldaer Gymnasiasten aufgenommen haben. Foto: Sascha Margon

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Apolda. Was Küchen- und Lagerbücher des Amtes Roßla aus dem 15. Jahrhundert erzählen, erwachte nun zum Leben. Die Gymnasiasten des Kurses A12/2 der Apoldaer Bergschule entwickelten mit ihrem fachlichem Betreuer Hans-Joachim Petzold Dialoge zum Alltagsleben auf der Niederroßlaer Wasserburg. Mit viel Fleiß entstanden acht Audiotexte, die jeweils drei Minuten lang sind. Am Tag des Denkmals soll die darauf basierende historische CD erstmalig öffentlich gespielt werden.

Die detaillierten Aufzeichnungen in den Büchern spiegeln das Leben auf der Wasserburg der Jahre 1485 bis 1487 wider. Im Mittelpunkt des Burgtreibens stand die 15-jährige Prinzessin Margarete von Sachsen, die jüngste Tochter des Kurfürsten Ernst von Sachsen. Zusammen mit einem 22-köpfigen Hofstaat verbrachte sie nahezu zwei Jahre in Roßla. Das ergaben die Recherchen von Hans-Joachim Petzold im Thüringischen Staatsarchiv.

"Die Aufnahmen der Schüler haben dazu beigetragen, dass die Wasserburg wieder belebter wird", sagte Ernst Preller, der Vorsitzende des Niederroßlaer Burg- und Heimatvereins. Er bedankte sich gestern bei den Schülern für die gelungene Arbeit. Um der Fantasie für die Dialoge freien Lauf lassen zu können, besichtigten die 17 Schüler auch die Niederroßlaer Wasserburg. "Es war sehr schwierig, das Thema allein aus Aufzeichnungen mit Leben zu erfüllen", resümierte Schülerin Elisabeth Henkel. Die Gymnasiasten trafen sich seit März alle zwei Wochen etwa zwei Stunden, um an dem Projekt zu arbeiten. "Die Grammatik und Stilistik der Dialoge passten wir an die mittelalterliche Sprache an", sagte Lehrer Rainer Milde.

Die Mitglieder des Niederroßlaer Burg- und Heimatvereins werden die Audiotexte abschließend mit Tönen, wie beispielsweise das Klappern von Pferdehufen, unterlegen. Finanziell wurde das Projekt von der Sparkassenstiftung Mittelthüringen unterstützt.

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