Fassade des Automobilmuseums wird restauriert

Eisenach  Zusätzlich zu den Umbauarbeiten im AWE wird nun auch außen saniert. Stiftung nimmt Kredit auf, um sich Fördermittel zu sichern

Das Automobilmuseum ist eingerüstet. Grund ist die Sanierung der Fassade samt der Fenster in der zweiten Etage. Foto: Matthias Doht

Das Automobilmuseum ist eingerüstet. Grund ist die Sanierung der Fassade samt der Fenster in der zweiten Etage. Foto: Matthias Doht

Foto: zgt

Nicht nur im Inneren des Automobilbaumuseums (AWE) wird kräftig gebaut: Seit wenigen Tagen das historische Gebäude eingerüstet. Das denkmalgeschützte, 1935 errichtete Industriegebäude mit der Funktionsbezeichnung O2 habe durch das Wetter vor allem an seiner Westfassade schwere Schäden erlitten, teilte der Geschäftsführer der AWE-Stiftung, Matthias Doht mit.

Jetzt werde mit der Reinigung der Fassade durch ein spezielles Strahlverfahren begonnen. Danach könne man die schadhaften Stellen beseitigen. Sie würden mit historischem Material ausgebessert. Am Ende komme eine Kunststoff-Beschichtung drauf, die hilft, damit der Mörtel besser halte. Grundlegend restauriert werden laut Doht auch die Fenster im zweiten Obergeschoss. Die original erhaltenen Fenster würden sandgestrahlt und dann neu gestrichen.

246 000 Euro kostet das Vorhaben nach Angaben der Stiftung, die Betreiberin des Museums ist. Zwei Drittel davon kommen als Fördermittel aus den Bund-Länderprogramm Stadtumbau. Der Eigenanteil der Stadt, der das Gebäude gehört, beläuft sich auf 82 000 Euro. Er wird angesichts leerer Stadt-Kassen vollständig von der Stiftung getragen.

„Dies ist für die Stiftung, sowohl logistisch als auch finanziell ein Kraftakt“, so Doht. Denn gleichzeitig laufen im Inneren des Museums größere Arbeiten. Dort wird zur Zeit ein Fahrstuhl eingebaut. Zudem entsteht im zweiten Stock eine behindertengerechte Toilette; in der ersten Etage wird ein Museums-Café samt kleinem Laden eingebaut. Die größten Arbeiten für die Verlegung des Eingangsbereichs sind bereits erfolgt

Die Stiftung habe deshalb für Sanierung der Fassade einen Kredit aufgenommen, weil die Fördermittel nur noch in diesem Jahr zur Verfügung stünden. Aus diesem Grund müsse die weitere Umgestaltung der Ausstellung „weiter zeitlich gestreckt werden“. Das sei verantwortlich, weil man dafür bald ein grundhaft saniertes Gebäude zur Verfügung habe, so Matthias Doht.

Im 2. Stock des in Anlehnung an das Bauhaus vom Eisenacher Architekten Georg Schroeder entworfenen Gebäudes bestehe nun die Chance, den letzten bisher unsanierten Raum künftig für Veranstaltungen zu nutzen.