Festakt zur Kunstschulgründung der Bauhaus-Universität

Mit einem Festakt am 1. Oktober erinnerte die Bauhaus-Universität in Weimar an den Beginn der Kunstschule vor genau 150 Jahren.

Blick in die Jubiläumsausstellung im Uni-Hauptgebäude.  Foto: Marco Kneise

Foto: zgt

Weimar. Mit der Unterzeichnung der Statuten eröffnete Großherzog Carl Alexander 1860 der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule den Weg. Es war, so Rektor Gerd Zimmermann, zunächst ein Verwaltungsakt. Ohnehin sei fraglich, ob dies der Beginn der heutigen Universität sei. Mindestens sieben politische Systeme haben die Hochschule geprägt, was sich in verschiedenen Schulnamen niedergeschlagen habe. So sei es der fortwährende Neuanfang, der als Summe der Geschichte nun die Bauhaus-Universität erfülle. Den Rückgriff auf die weltberühmten Designschule bei der Neugründung 1993 war ein Geniestreich gewesen, räumte Christoph Stölzl ein. Der Direktor der benachbarten Musikhochschule trat als Laudator des Festaktes auf. Er erinnerte an die Zeit des Bauhauses, in die mit der Weberin Gunta Stölzl familiäre Bindungen reichen. Zwar habe sich die "Explosion der Kreativität" damals durch nichts beirren lassen, doch sei am Ende der Sieg über das Bauhaus "ein Sieg der Angst vor dem Neuen" gewesen.

Künftig wollen beide Einrichtung ihre Kooperation vertiefen, sagte Zimmermann. Geplant sei eine gemeinsame Professur für Filmmusik.

Neben dem Festakt öffnete am Abend im Oberlichtsaal eine Ausstellung, die das Wachsen der Hochschule als Bildgeschichte auf 150 Tafeln erzählt. Erschienen ist auch der erste Band zur Hochschulgeschichte von 1860 bis 1945, den Oskar Schlemmers Gedanke "Wir sind, wir wollen und wir schaffen" ziert. Band 2 (1946 bis 2010) soll nächstes Jahr erscheinen.

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