„Kein Notfallplan“: Jenaer Philharmonie stellt Spielplan vor

Jena.  Die Jenaer Philharmonie stellt ihr Programm bis Ende des Jahres vor. Am Mittwoch startet der Vorverkauf.

Bei der Vorstellung des Corona-Spielplans der Jenaer Philharmonie: Jenakultur-Werkleiter Jonas Zipf, Generalmusikdirektor Simon Gaudenz, Orchesterdirektorin Ina Holthaus und Thomas Eckardt, Programmchef der Jazzmeile Thüringen

Bei der Vorstellung des Corona-Spielplans der Jenaer Philharmonie: Jenakultur-Werkleiter Jonas Zipf, Generalmusikdirektor Simon Gaudenz, Orchesterdirektorin Ina Holthaus und Thomas Eckardt, Programmchef der Jazzmeile Thüringen

Foto: Ulrike Merkel

Kaffee- und Kammerkonzerte, die Donnerstags- und Freitagsreihen, „Der Klang von Jena“, die Black Box im Kassablanca, das Mahler-Scartazzini-Projekt: Der Corona-Spielplan der Jenaer Philharmonie sei kein Notfallplan, betont Orchesterleiterin Ina Holthaus.

„Unser Programm hat nichts an seiner künstlerischen Qualität eingebüßt.“ Die Konzerte sind pandemiebedingt auf 60 Minuten beschränkt, werden bis zu viermal gespielt, teilweise auch unter der Woche am Vormittag, und fassen maximal 211 Besucher. Auf der Bühne werden bestenfalls 40 Musiker sitzen. Um flexibel reagieren zu können, veröffentlicht das Orchester sein Programm erst einmal nur bis Jahresende.

Im Großen und Ganzen hat das Leitungsteam seine Vorhaben lediglich den geltenden Beschränkungen angepasst. Anstelle des vierten Teils des Mahler-Scartazzini-Zyklus werden im Oktober beispielsweise Werke der beiden Komponisten gespielt. Mahlers Vierte werde dabei als interessante Kammerfassung präsentiert, kündigt Generalmusikdirektor Simon Gaudenz an.

Auch der neue Artist in Residence, der Cellist Maximilian Hornung, stellt sich vor. Er leitet das erste Freitagskonzert mit Werken von Haydn, Azarashvili und Beethoven. Außerdem ist er im Dezember Solist des dritten Donnerstagskonzerts.

Der erste Thementag „Der Klang von Jena“ im November ist mit „Die Stille hören“ überschrieben. Ein besonderes Schmankerl bieten dabei Sänger der Chöre der Jenaer Philharmonie: Sie präsentieren im Anschluss an das Sonntagnachmittagskonzert John Cages Klassiker der Stille „4’33’’ – passend zu Corona wird darin bekanntlich kein einziger Ton erklingen.

Ein erster Höhepunkt der Spielzeit ist das Eröffnungskonzert der Jazzmeile Thüringen unter dem Titel „Jenaer Philharmonie trifft Sarah Buechi“. Im Vorfeld werden die Musiker mit der Schweizer Jazzsängerin noch eine CD aufnehmen.

Bereits dieser Tage probten sie für eine Aufnahme fürs Label CPO. Es war die erste Zusammenkunft in großer Besetzung seit einem halben Jahr. Kommende Woche sollen dann Hugo Wolfs „Penthesilea“ sowie seine Orchesterlieder eingespielt werden. Auch auf Gastspielreisen wird das Ensemble gehen, etwa nach Marburg, Worms und Wilhelmshaven. Um all das zu verwirklichen, sind alle Mitarbeiter seit Anfang September wieder aus der Kurzarbeit zurückgekehrt.

Der Vorverkauf startet am Mittwoch, 16. September. 6er-Ticketgutscheine können nun gegen konkrete Einzelkarten eingelöst werden. Mehr Infos unter: www.jenaer-philharmonie.de

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