Liebenrode vereint sechs Fotografen aus fünf Ländern

Liebenrode  Die aktuelle Fotoausstellung präsentiert Lichtbilder des „Market Photo Workshop“ in der Galerie der Kulturambulanz in Liebenrode.

Robinson Deep, Johannisburgs größte Mülldeponie, fotografierte Alia Malin Krone.

Robinson Deep, Johannisburgs größte Mülldeponie, fotografierte Alia Malin Krone.

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ibisse, die über der größten Müllhalde Johannisburgs fliegen; ein Student, der vor einem brennenden Bus tanzt; ein Schatten, der den Aufgang zu einer Wohnung nimmt. Es sind Motive, die man nicht flüchtig betrachtet. Bilder, denen man in einer schnelllebigen Zeit mehr als fünf Sekunden gibt, um sie auf sich wirken zu lassen. Es sind Fotos, die alle eine eigene Handschrift tragen und derzeit in der Liebenroder Kulturambulanz (LKA) zu bewundern sind. Unter dem Titel „Aufbruch“ präsentieren Andreas Tapio Scheid und Ramona Krone in der kleinen Galerie gegenüber vom Café Sero in Liebenrode noch bis zum 30. September die Arbeiten sechs junger Fotografen aus fünf verschiedenen Ländern. Sie alle haben eines gemeinsam: ihren Abschluss am „Market Photo Workshop“ im südafrikanischen Johannesburg.

David Goldblatt als Gründer der Fotoschule

Als Fotoschule, Galerie und Projektraum spielt der „Market Photo Workshop“ in Johannisburg eine zentrale Rolle in der Ausbildung südafrikanischer Fotografen und sorgt dafür, dass eine Bildungskompetenz vernachlässigter und marginalisierter Teile der Gesellschaft erreicht wird. Seit seiner Gründung im Jahr 1989 durch den weltberühmten Fotografen David Goldblatt vermittelt der „Market Photo Workshop“ Veränderungen, Trends, Themen und Debatten der Fotografie und visuellen Kultur, repräsentiert Fotografen, bildende Künstler, Pädagogen sowie Studenten einer breiten Gemeinschaft. Die Ausstellung „Aufbruch“ wurde von der Fotografin Alia Malin Krone kuratiert.

Selbstverständnis des Alltäglichen

Die Serie von Alia Malin Krone „Search“ ist eine Sammlung von Fotos der Jahre 2014 bis 2016. Darin richtet die Fotografin ihr Auge auf die Selbstverständlichkeiten des Alltäglichen Lebens.

Ästhetik von Licht und Farben

Ugo Woatzis Fotografien beschäftigen sich mit seinen Schwierigkeiten, sich in einem Raum zu bewegen, in dem er seine Geschlechtsidentität und Sexualität frei ausdrücken kann. Seine Ästhetik untersucht die Verwendung von Licht, Farben, Formen und Schatten.

Soziale Themen aus dem Umfeld

Rosetta Msimango zeigt einen Auszug aus verschiedenen fotografischen Projekten, die mit dem Ziel aufgezeichnet worden sind, soziale Themen zu dokumentieren, die sie und ihr unmittelbares Umfeld betreffen.

Spiel mit Zeit und Raum

Sidonie Hadoux präsentiert Bilder aus Beirut, dem Libanon und der Türkei, die das Ergebnis ihrer Reise durch den Nahen Osten sind. Sie entschied sich, mit analogen Kameras zu fotografieren, um mit der Vorstellung von Zeit und Raum zu spielen.

Aus der Sicht einer Frau

Gulshan Khans „South African Islam“ dokumentiert die verschiedenen Arten der kulturellen Praxis des Islams sowie die gleichzeitig gemeinschaftlichen Akzente der Religion in Südafrika aus der Sicht einer Frau.

Interesse für Menschenrechte

Cora Portais‘ Fotografien sind geprägt von ihrem Interesse für Reisen, Kulturen und Menschenrechte. Sie zeigt eine bunte Auswahl, die sich über den afrikanischen Kontinent erstreckt.

Die Fotoausstellung ist Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung in der Liebenroder Kirchstraße 18 zu besichtigen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren