Neujahrsempfang in Mihla

Zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Gemeinde und Kirchgemeinde war der Festsaal in der »Goldenen Aue« in Mihla gut gefüllt. Der Chor »Pro Musica« unter Leitung von Ricarda Kappauf läutete die Feierstunde ein und sorgte für die musikalische Begleitung.

Der Chor »Pro Musica« läutete den Neujahrsempfang in Mihla musikalisch ein. Foto: Klaus Fink

Der Chor »Pro Musica« läutete den Neujahrsempfang in Mihla musikalisch ein. Foto: Klaus Fink

Foto: zgt

Mihla. Bürgermeister Rainer Lämmerhirt (UWG) und Pfarrer Georg Martin Hoffmann begrüßten zahlreiche Gäste und luden zu einer »kleinen Zeitreise« ein.

In aussagestarken Worten und Bildern ließen sie das vergangene Jahr Revue passieren. Hochwasser, Anbaden, Feuerwehraktivitäten, Reitturnier, Hainichlauf, Einweihung des neu sanierten Rathauses, Rathaussturm der Karnevalisten, Werrabrückenbau und vieles mehr finden sich auch in der Ortschronik 2011 wieder. Die beiden dicken blauen Bände lagen ebenso wie die Ortschronik 2010 zur Einsichtnahme aus.

Der Abend stand dann im Zeichen des Themas »Heimat«, zu dem der Eisenacher Stadtarchivar, Vorsitzende des Geschichtsvereins und Historiker Reinhold Brunner referierte. Der Tenor: Auch in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts braucht jeder eine Heimat. Diese sei bei jüngeren Leuten mehr auf das berufliche und soziale Umfeld orientiert. Die »Älteren« seien mehr auf den räumlichen und zeitlichen Bezug zu Landschaft, Natur und traditionelle Aspekte fixiert. Heimat heute sei aber nicht mehr nur auf Dorfidylle beschränkt, sondern man müsse mehr Aspekte betrachten. Dr. Brunner beleuchtete auch die Frage, ob das Internet eine Heimat sein könne. Klare Antwort: »Nein!« Denn: Virtuelle Welten können die realen Beziehungen von Menschen untereinander niemals ersetzen.

Sein Vortrag fand viel Zuspruch und leitete perfekt zum Höhepunkt des Abends über, der Auszeichnung von Rainer Lämmerhirt als Ehrenbürger.

Zu den großen Verdiensten von Rainer Lämmerhirt, der sich auch als Ortschronist von Mihla und Buchautor einen Namen gemacht hat, sprach Pfarrer Georg Martin Hoffmann die Laudatio. Diese beschloss der Geistliche ebenfalls ganz passend zum Vortrag von Dr. Brunner und zu den Verdiensten von Rainer Lämmerhirt mit einem Zitat von Robert A. Heinlein: »Eine Generation, die die Geschichte ignoriert, hat keine Vergangenheit und keine Zukunft.«

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