Paten für die Grabpflege in Espenfeld gesucht

Die Feuerwehr in Espenfeld muss schon seit vielen Jahren ohne Wasser auskommen.

Ein Kleinod mit Pflegebedarf ist der Friedhof in Espenfeld. Die Freidhofsverwaltung sucht Bürger, die sich um historische Gräber kümmern würden.  Foto: Peter Hansen

Ein Kleinod mit Pflegebedarf ist der Friedhof in Espenfeld. Die Freidhofsverwaltung sucht Bürger, die sich um historische Gräber kümmern würden. Foto: Peter Hansen

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Espenfeld. Das "trockene" Gerätehaus war jetzt natürlich auch Thema auf der Einwohnerversammlung im Ort. "Die Situation ist geprüft worden, und es ist nicht möglich, dort unkompliziert einen Anschluss zu ermöglichen", dämpfte Bürgermeister Alexander Dill die Erwartungen der Feuerwehrleute.

Der Anschluss solle im Rahmen der nächsten Maßnahmen des Wasser-/Abwasserzweckverbandes im Ort realisiert werden. Wann das sein wird, ist jedoch unklar. "Sicher noch in dieser Dekade", so der Bürgermeister. Von der Feuerwehr gab es das Angebot, den Anschluss in Eigenleistung zu bauen. "Wir haben Sponsoren, die uns dabei unterstützen würden", erklärte Espenfelds Wehrführer Marcus Köhler. Der finanzielle Beitrag der Stadt sei dadurch überschaubar. Alexander Dill versprach, die Maßnahme unter diesen Voraussetzungen noch einmal prüfen zu lassen. Er betonte aber dabei, dass man keine "provisorischen Lösungen" schaffen wolle.

Über den neuesten Stand der Profilierungsmaßnahmen auf dem Friedhof von Espenfeld informierte Undine Swatek von der Friedhofsverwaltung. "Wir hatten die Situation, dass wir keine Gräber mit vernünftiger Lage mehr vergeben konnten", so Swatek. Deshalb wurde ein Teil des Friedhofes begradigt. Zusätzlich soll auf dem Friedhof ein Urnengemeinschaftsgrab mit Namensnennung angelegt werden. "So dass Leute, die keine Angehörigen mehr haben, dort bleiben können, wo sie ihr Leben verbracht haben", begründet Undine Swatek.

Auch die historischen Grabstellen sollen wieder hergerichtet werden. "Wir haben mit dem historischen Friedhof in Espenfeld ein Kleinod, welches wohl einzigartig in Thüringen ist", betonte die Mitarbeiterin der Friedhofsverwaltung. So seien schon Fördermittel beantragt worden, um die historischen Gräber zu erhalten. Grabsteine, die liegen, sollen wieder aufgestellt werden. "Für die Pflege der alten Gräber suchen wir noch Paten, die sich darum kümmern", wandte sich Undine Swatek an die Einwohner.

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