Rudolstadt soll Sitz der neuen Schlösserstiftung werden

Erfurt/Rudolstadt.  Thüringens Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) favorisiert Rudolstadt als Sitz der neuen Schlösserstiftung. Auch in Gotha hatte man sich Hoffnung gemacht.

Die Heidecksburg in Rudolstadt.

Die Heidecksburg in Rudolstadt.

Foto: Martin Schutt/dpa

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Im Rennen um den Sitz der neu zu gründenden Kulturstiftung Mitteldeutschland Schlösser und Gärten (KMSG) neigt sich die Waage in Richtung Rudolstadt. Er teile die Argumentation pro Rudolstadt und werde in diesem Sinne sowohl die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als auch die anderen Akteure in Kenntnis setzen, „dass in den rechtlichen Regelungen zur Bildung der KMSG der Sitz der KMSG mit dem Sitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten verbunden sein soll“, heißt es in einem vom Donnerstag datierten Schreiben von Thüringens Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) an Marko Wolfram (SPD), Landrat des Kreises Saalfeld-Rudolstadt.

Während in Sachsen-Anhalt Halle als Stiftungssitz feststeht, hatte Wolfram dafür geworben, den Thüringer Stiftungssitz in Rudolstadt zu belassen. „Hier hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ihren Sitz und verfügt sowohl über qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch über langjähriges Fachwissen in der baulichen Betreuung von Schlössern und Gärten“, so der Landrat. „Eine Verlagerung des Stiftungssitzes würde nicht nur die Kontinuität der bisherigen Arbeit gefährden, sie würde bis zur Etablierung neuer Strukturen vor allem einen erheblichen Zeitverzug mit sich bringen“, so der 45-Jährige, der die Entscheidung für Rudolstadt auch als Signal zur Stärkung des ländlichen Raumes sieht.

Ambitionen hatte neben Rudolstadt vor allem Gotha mit Schloss Friedenstein angemeldet. „Wir wollen doch nicht vom Ende her regiert werden“, hatte Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) unter anderem dem MDR gesagt.

Der Bund will mit einem Sonderinvestitionsprogramm die Sanierung von Schlössern in Sachsen-Anhalt und Thüringen voranbringen und sich dauerhaft an den Betriebskosten beteiligen. Voraussetzung dafür ist die Gründung einer gemeinsamen Kulturstiftung Mitteldeutschland Schlösser und Gärten.

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