Steigerwaldchor singt für das Kinderhospiz

Erfurt  Benefizkonzert am ersten Adventssonntag in der Lorenzkirche. Das Publikum ist eingeladen, bei mehreren Liedern mitzusingen

Ein großer Teil des Steigerwaldchores probte in dieser Woche in der Lorenzkirche für sein Benefizkonzert am 2. Dezember.

Foto: Anja Derowski

Noch ist es frisch in der Lorenzkirche an diesem Dienstagabend. Der Steigerwaldchor hat sich getroffen, um die General- und Stellprobe für das Konzert am ersten Advent zu absolvieren. Mehr als 60 Sänger gehören dem Chor an, der zu den größten in Erfurt zählt.

Ralf Schöne steht vor der Gruppe, er dirigiert nicht nur die Sänger, sondern auch vier Musiker des Blockflötenensembles Weimar-Erfurt. Das Quartett wird ebenso am Konzert mitwirken. „Egal, was ihr hört, es ist entscheidend, was ich euch anzeige“, sagt er zum Chor. Noch haben die Musiker und die Sänger unterschiedliche Tempi vorgelegt, doch auch dafür ist diese Probe gedacht: gemeinsame Lieder in Harmonie zu bringen. Für Ralf Schöne ist der Einsatz der Blockflöte im Konzert ein Novum.

„In der Geschichte unseres Chores hatten wir schon vier Mal sehr unterschiedliche Gelegenheiten, die Blockflöte im Konzert einzusetzen. Zur menschlichen Stimme passt das Instrument besonders gut, und zu Advent und Weihnachten überhaupt“, ist er überzeugt. Dass er jetzt aber auch selbst zur Flöte greift, ist seiner Begeisterung für dieses Instrument geschuldet.

Eine weitere Besonderheit im diesjährigen Adventskonzert: Sechs Choralmelodien hat Chorleiter Ralf Schöne herausgesucht, die der Chor mit dem Publikum singen möchte. Seit nunmehr 20 Jahren steht der Chor unter der künstlerischen Leitung von Ralf Schöne. Er hat an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar Chordirigieren und Musikmanagement studiert und widmete sich schon früh sowohl der chorsängerischen und dirigentischen Arbeit als auch der Organisation und Geschäftsführung von Ensembles oder musikalischen Projekten.

Die Adventskonzerte des Steigerwald-Chores sind nicht nur ein Schwerpunkt in der künstlerischen Arbeit des Chores, sie locken auch jedes Jahr eine Vielzahl musikinteressierter Besucher an. Entsprechend viel Raum nimmt die Vorbereitung des Programms in der Arbeit des Chores ein. Bereits im September begannen die Proben für die ersten Stücke. Wie immer findet das Konzert mit freiem Eintritt statt. Für die Deckung der Unkosten sorgt jedoch in diesem Jahr der Chor selbst. Seine Gäste in der Lorenzkirche bittet er um eine Spende, die komplett der Arbeit des Kinderhospizes Mitteldeutschland zu gute kommen wird.

Im Fokus des Hospizes steht das gesamte Familiensystem. Eine bestmögliche und individuelle Pflege des erkrankten Kindes durch die Mitarbeiter ermöglicht den Eltern und Geschwisterkindern wichtige und bleibende gemeinsam erlebte Momente.

Konzert „Nun singt in vollen Chören“ , 2. Dezember, 16 Uhr, Lorenzkirche, Pilse 30, Einlass ab 15.30 Uhr, Eintritt frei, Spende erbeten

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