Thüringer Kehrtwende bei der Schlösser-Stiftung

Erfurt  Die Thüringer Landesregierung will nicht länger einzelne Liegenschaften aus der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten herausnehmen, um sie in eine gemeinsame Mitteldeutsche Schlösser-Stiftung mit Sachsen-Anhalt zu überführen.

Staatssekretärin Babette Winter von der SPD.

Staatssekretärin Babette Winter von der SPD.

Foto: Marco Kneise

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Das erklärte Staatssekretärin Babette Winter (SPD) am Freitag vor dem Kulturausschuss des Landtages. „Die Herausnahme ist vom Tisch“, erklärte sie. Bislang plante man, insgesamt acht bis neun Ensembles in die Mitteldeutsche Stiftung einzubringen, von denen ein Teil bislang von der Thüringer Schlösser-Stiftung verwaltet wird.

Stattdessen seien nun nur noch zwei Varianten möglich. Entweder wird die gesamte Thüringer Stiftung mit ihren insgesamt 31 Liegenschaften in die neue Stiftung überführt, so wie es Sachsen-Anhalt mit seiner Kulturstiftung beabsichtigt. Oder es gibt „schlanke Modelle“ einer Förderstiftung, um das Sonder-Investitionsprogramm des Bundes umzusetzen.

Auf Initiative von CDU und SPD will der Bund jeweils 100 Millionen Euro für Schlösser in Gärten in Thüringen und Sachsen-Anhalt bereitstellen; die Länder sollen in gleicher Höhe investieren. Zudem ist die Rede von bis zu 15 Millionen Euro des Bundes für die Betriebskosten der entsprechenden Museen.

Die gemeinsame Stiftung ist eine Voraussetzung dafür. Das Thüringer Kabinett plant nach derzeitigem Stand einen Beschluss dazu für die kommende Woche.

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