Umbau des Hauses Rosenthal zum Apothekenmuseum beginnt in wenigen Wochen

Noch liegt das Haus Rosenthal in Bad Langensalza im Dornröschenschlaf. Doch schon in wenigen Wochen sollen hier Handwerker einziehen, um etwas in Thüringen bislang Einzigartiges zu schaffen ein historisches Apothekenmuseum.

In Bad Langensalza soll das erste Apothekenmuseum des Freistaats Thüringen entstehen. Foto: Sascha Margon

In Bad Langensalza soll das erste Apothekenmuseum des Freistaats Thüringen entstehen. Foto: Sascha Margon

Foto: zgt

Bad Langensalza. Dass sich das Haus Rosenthal als Ausstellungsgebäude eignet, wissen die Bad Langensalzaer. Ein We-Art-Kunstprojekt fand hier bereits statt, und auch im Rahmen des Projektes "Mensch, Natur und Städtebau" gaben sich die Besucher hier die Klinke in die Hand. Langfristig nutzbar war das Denkmal allerdings nicht – unter anderem, weil eine Heizung fehlte und mit der Sanierung bislang nur angefangen worden war. "Umso mehr freue ich mich, dass in den nächsten Tagen die Ausschreibungen für die obere Etage rausgehen", sagte gestern Bürgermeister Bernhard Schönau. Passgenau soll dort eine Schenkung eingearbeitet werden, erinnerte er.

Ein Ehepaar aus Eschwege überlässt der Stadt seine Sammlung historischer Apotheken, weil die Kommunen in ihrer Heimat kein Interesse daran gezeigt hatten. Ergänzt werden sollen die Exponate durch die historische Wiegleb-Apotheke, die derzeit noch im Stadtmuseum zu sehen ist. "Wir wollten die Sammlung nicht zwischenlagern. Deshalb ist es gut, dass die Bauarbeiten bald starten. Geht alles gut, können wir im Herbst mit dem Einbau beginnen", blickte der Bürgermeister voraus. Bis zur Eröffnung werde wohl aber noch ein wenig Zeit vergehen. Denn um die Sanierung zu vollenden, sind mindestens zwei Bauabschnitte nötig.

Die große Eingangshalle soll so hergerichtet werden, dass sie der Verein Kunstwestthüringer für Ausstellungen nutzen kann. Auch die kleineren Räume im Erdgeschoss sollen für die Künstler hergerichtet werden. Aus Brandschutzgründen muss noch eine zweite Fluchttreppe montiert werden. Dritter Schritt sei es dann, das Außengelände als historischen Apothekengarten zu gestalten. Auch eine Freifläche für Veranstaltungen wird es geben. Dabei will sich die Stadt wieder die bewährte Unterstützung der Fachhochschule Erfurt holen.

Und auch die Thüringer Apothekerkammer hat bereits signalisiert, dass sie der Stadt beratend und gegebenenfalls auch mit weiteren Exponaten helfen möchte. Nur einen Wermutstropfen gibt es laut Bernhard Schönau: In diesem Jahr kann nicht ganz so viel investiert werden wie ursprünglich geplant. Denn im Winter stürzte die Ufermauer hinter dem alten Bauernmarkt ein. Diese muss nun saniert werden, damit das Gelände stabil bleibt. 2012 sollen Ufermauer und Haus Rosenthal aber so weit hergerichtet sein, dass sich die Türen für die Öffentlichkeit wieder öffnen.

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