Von der Kunst des Schreibens

Böhlen  Teil der Thüringischen Sommerakademie in Böhlen ist auch die Schreibwerkstatt. 13 Teilnehmer nehmen in diesem Jahr daran teil.

Die 13 Teilnehmer der Schreibwerkstatt in Böhlen.

Die 13 Teilnehmer der Schreibwerkstatt in Böhlen.

Foto: Karl-Heinz Veit

Schreiben ist eine eher stille Tätigkeit ihrer Akteure. Das erweist sich auch bei der 16. Schreibwerkstatt mit dem Schriftsteller Matthias Göritz in der Böhlener Thüringischen Sommerakademie.

„Hier in Böhlen werden neben Kurzgeschichten, Theaterstücken, Gedichten, auch Romane geboren, fortgeschrieben und vollendet“, weiß der anregende Begleiter der Schreibenden, Matthias Göritz, Schriftsteller mit Wohn- und Arbeitssitz in Berlin und Istanbul.

Am eigenen Werk weiterzuarbeiten, das trifft auf die Autorin Maria und ihren Roman „Afrika“ zu, aber auch auf die Schriftstellerin Anja.

Ihren begonnenen Roman „Luhmanns Geheimnis“ lässt sie in fleißiger Böhlener Schreibstubenarbeit um etliche Seiten wachsen.

Florian, ein junger Autor, beginnt hier in dörflicher, beschaulicher Stille seinen Roman „Wendigo“. Erstaunlich, wie es ihm gelingt, ein sinnfälliges Sprachbild zu finden, das die pekuniäre Situation seines Romanhelden, vielleicht aus eigener Erfahrung heraus, skizziert. Florian bezeichnet das Portemonnaie seines Protagonisten als ein „unterernährtes Stück Leder“.

Rosemarie nimmt sich Zeit, um ihre Gedanken so zu bündeln, dass daraus Gedichte werden. In „Wiedersehen“ beschreibt sie eine Situation, die jedermann schon einmal erlebte. Für ihre Wiedersehensbegegnung findet sie im letzten Vers die Worte: „Als wir uns ansahen, raschelten die Jahre.“

Judith fasst in einer Kurzgeschichte die Crux des Schreibens zusammen, die darin besteht, in einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort etwas Gültiges aufs Papier zu bringen..

Auch der Roman von Andrea, „Landebahn“, findet in Böhlen seinen Abschluss.

„Landebahn“, „Startrampe“, „Flugfeld“, „Absprungzielmarke“ – Böhlen und seine Schreibwerkstatt mit Matthias Göritz ist für die kreativ Schreibenden alles in einem. Es möge noch lange Zeit so bleiben. Das wünschen nicht nur die 13 „Werkstattschreiber“ vom Jahrgang 2018.

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