Zwei Ärzte aus Ilmenau berichteten vom Einsatz für "humedica"

Wenn die Praxen der beiden Ilmenauer Ärzte, des Internisten Dr. Gunter Müller und des Urologen Stefan Mohr, außerhalb der Urlaubszeit tagelang geschlossen sind, sind die Mediziner einmal wieder im Auftrag der christlichen Organisation "humedica" fernab von Deutschland in den Katastrophen- und Krisengebieten dieser Welt unterwegs.

Die beiden Ärzte Gunter Müller und Stefan Mohr ließen fast 100 Interessierte bei einem Vortrag über ihren Einsatz in Uganda teilhaben. Foto: Dr. Karl-Heinz Veit

Die beiden Ärzte Gunter Müller und Stefan Mohr ließen fast 100 Interessierte bei einem Vortrag über ihren Einsatz in Uganda teilhaben. Foto: Dr. Karl-Heinz Veit

Foto: zgt

Ilmenau. Ihre letzte, erst kürzlich beendete Reise, führte die beiden Mediziner nach Uganda. Dieses afrikanische Land im Zentrum des afrikanischen Kontinents, wo die Quellgebiete der Lebensader Nil zu finden sind, war ihr Ziel, um dort den Ärmsten, vornehmlich Gefängnisinsassen, ein Minimum an medizinischer Versorgung zukommen zu lassen.

Im Saal der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde waren etwa 100 Zuhörer erschienen, um dem informativen, spannenden und zugleich aufklärenden Reisebericht der Ärzte zu lauschen. Abgehoben und genügend weit entfernt von dem, was Weltenbummler auf ihren Reisen so erleben und dann in farbenfrohen Bildern einem nach Unterhaltung und Abwechslung dürstenden Publikum bieten, erzählten Müller und Mohr so spannend von ihrem Einsatz, dass sich jeder im Saal der emotionalen Beteiligung nicht entziehen konnte. Die vielleicht bedeutungsvollste Nachricht per E-Mail aus dem Einsatzgebiet erhielt Gunter Müller erst vor wenigen Tagen. Ein von ihm behandelter Mann teilte in einer E-Mail mit, dass alle Patienten - bis zu 3000 Leute versorgte das Einsatzteam - gesund seien und sich für den Einsatz bedanken. So mancher im Saal konnte sich bei dieser Aussage, genau wie Dr. Müller, ein Schmunzeln nicht verkneifen und musste dabei vermutlich an Leute hierzulande und deren Arztbesuche denken.

Nach einem Blick auf die Geografie und die Historie Ugandas führten die beiden Ärzte die Zuhörer in die vielgestaltige Welt afrikanischer Gegenwart. In einer reizvollen Landschaft hat sich in diesem Land ein in seiner Zerklüftung schwer vorstellbares Sozialgefüge mit bitterer Armut an den Rändern der Gesellschaft etabliert.

80 Prozent gläubige Christen, zehn Prozent Moslems und zehn Prozent, die an Natur- und Stammesreligion glauben, leben in dem Land mit 31 Millionen Einwohnern. Die einstige deutsche Kolonie (bis 1918) durchlebte ihre schwerste Zeit unter dem Diktator Idi Amin (1971 - 1979).

Stefan Mohr und Gunter Müller berichteten in ihrem Vortrag über interessante Lebensgeschichten von Menschen, denen sie begegnet sind und mit denen sie zusammenarbeiteten. Zu spüren war in den Schilderungen jene Kraft, die Gläubige von Gott erfahren und diese in die Lage versetzen, ihr Leben im Vertrauen auf Gott und mit ihm hin zum Positiven zu wandeln.

Ihren Einsatz werteten die beiden Mediziner positiv, weil sie Menschen helfen konnten. So auch mit Brillen, die Patienten aus dem Ilmkreis gespendet, die Augenoptikerin Ines Rittman aufbereitet und die sie an Bedürftige verteilt hatten.

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