Angriff auf Haus des Mattstedter Bürgermeisters

Mattstedt  Polizei ermittelt: Unbekannter Täter nutzte Hammer und Pyrotechnik.

Die Polizei musste in Mattstedt zum Haus des Ortschaftsbürgermeisters ausrücken. Foto: Patrick Seeger

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Mit einer wenig angenehmen Situation konfrontiert sah sich ein Teil der Familie von Mattstedt Ortschaftsbürgermeister Andreas Schuchert (CDU) am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein Unbekannter mit einem Hammer die Scheibe des Küchenfensters eingeschlagen, um anschließend Pyrotechnik ins Haus zu werfen. Ein Brand wurde zum Glück nicht verursacht, hieß es bei der Polizei. Zum Tatzeitpunkt waren die Kinder und die Schwiegermutter des Politikers im Gebäude, Andreas Schuchert selbst sowie seine Frau nicht. Zum Tatmotiv hat die Polizei bisher keine Anhaltspunkte. Die Ermittlungen der Kripo laufen, die Spurensicherung war vor Ort.

Im Gespräch mit der TA zeigte sich der Ortschef zunächst erleichtert, dass seiner Familie nichts zugestoßen ist. Allerdings beschäftige das Ereignis die jüngere Tochter schon sehr. Die Scheibe wird wohl spätestens in der kommenden Woche repariert sein; ein Provisorium ist bereits angebracht worden.

Einen möglichen Grund für die Tat indes kann Andreas Schuchert nicht nennen. Er sei allerdings jemand, der seine Meinung auch öffentlich vertrete. Das gefalle sicherlich nicht jedem. Wenn aber jemand anderer Ansicht sei, stünde er für einen Dialog offen, unterschiedliche Auffassungen seien etwas Normales. Allerdings sollten bestimmte Grundregeln des vernünftigen Mitein­anders eingehalten werden. Keinesfalls akzeptabel seien Gewalt gegen Personen oder Sachen. Die Gesellschaft dürfe bei allen Problemen, die es aktuell gibt, die Grundlagen des friedlichen Zusammenlebens nicht aufgeben.

Ja, seine Frau und er seinen ehrenamtlich aktiv, unter anderem auch, wenn es um Flüchtlinge gehe. Etwas für andere, die in Not sind, zu tun, gebiete ihm schon sein christlicher Glauben. In dem sei er verwurzelt. So hält es Andreas Schuchert zum Beispiel für unproblematisch, wenn in Mattstedt eine Flüchtlings­familie aufgenommen werden müsste. Noch aber gebe es dazu keine Anfrage des Kreises.

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