Berlin. Ein Betroffener erzählt über die komplizierte Liebe zu einer Frau mit Asperger-Autismus. Doch die Beziehung ist problematisch. Eine Psychiaterin erklärt, was hilft.

„Ich war von der ersten Sekunde an mega verschossen“, sagt Sven-Arne Mercker. Als er seine Ex-Freundin Gianna zum ersten Mal trifft, sitzen beide in einem Straßencafé auf einer Urlaubsinsel. Sie sei auffällig hübsch und habe dazu eine starke Ausstrahlung, erzählt Mercker, der eigentlich anders heißt. Um die Persönlichkeitsrechte des einstigen Paares zu schützen, wurden die Namen der beiden geändert, sie sind unserer Redaktion aber bekannt. Als Mercker die Fremde im Café anspricht, scheint sie sich zu freuen. „Sie wirkte unglaublich smart und hat mich gleich von der ersten Sekunde an umgehauen“, erzählt der heute 52-Jährige und klingt dabei immer noch begeistert. Die Zeit während des Gesprächs sei regelrecht verflogen, und die beiden tauschten Nummern aus. Kaum zu Hause erhielt er sofort die erste Nachricht, in der sich Gianna für das Gespräch bedankte. Eine nette Nachricht, nur klang sie irgendwie sehr förmlich.