Wartburgkreis/Mühlhausen/Ilmenau. Zwei Thüringer aus dem Wartburgkreis und dem Unstrut-Hainich-Kreis reagieren sensibel auf elektromagnetische Strahlung. Ihre Erfahrungen.

Es war Anfang der 2000er-Jahre. Im ländlichen Wartburgkreis gab es noch kein DSL. „Ich habe mir damals einen Internet-Stick für den Laptop gekauft, um schneller E-Mails abschicken zu können“, erinnert sich Manuela Ernst. Zu dieser Zeit begann die heute 64-Jährige, ein Kribbeln auf der Haut, Druck im Kopf und in der Herzgegend wahrzunehmen, wenn sie mit dem Stick arbeitete und kabellos telefonierte. Als sie darauf hin ihr schnurgebundenes Telefon wieder anschloss und DSL kurz darauf auch über Kabel empfangen konnte, waren die Beschwerden weg. Wissenschaftlich lässt sich der Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung innerhalb der geltenden gesetzlichen Grenzwerte und körperlichem Leiden nicht nachweisen. Egal hingegen, ob die Symptome psychosomatisch sind oder einen äußeren Einfluss als Ursache haben, der bisher noch gar nicht in Betracht gezogen wurde: Die Last der Betroffenen ist real.