15 Deutsche machen Jagd auf drei Asylbewerber in Sömmerda

Sömmerda  Ein Streit zwischen mehreren Deutschen und drei Asylbewerbern eskalierte am Wochenende bei einer Veranstaltung im „Werk ohne Namen“ in Sömmerda. 15 Deutsche jagten im Anschluss die drei jungen Männer, die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

15 Deutsche haben am Wochenende drei Asylbewerber in Sömmerda gejagt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Symbolfoto: Patrick Seeger

Foto: zgt

Zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von deutschen Personen und drei Asylbewerbern kam es am Sonntag gegen 3 Uhr bei einer Veranstaltung im „Werk ohne Namen“ in Sömmerda.

Nach ersten Erkenntnissen gerieten die Personen aus bislang ungeklärter Ursache in Streit. Der eskalierte in einer körperlichen Auseinandersetzung, wobei mehrere Deutsche laut Polizei die drei männlichen Asylbewerber schlugen und traten.

Schläger rufen volksverhetzende Parolen

Nachdem die drei Opfer zur Klärung der Angelegenheit durch den Sicherheitsdienst nach draußen gebracht worden waren, schlossen sich der Tätergruppe weitere Personen an, sodass nun etwa 15 Personen versuchten, auf die Asylbewerber loszugehen. Diese flüchteten aus Angst und wurden von den rund 15 Personen in Richtung Busbahnhof verfolgt und dabei mehrfach mit volksverhetzenden Parolen beleidigt. Im Anschluss entfernten sich die mutmaßlichen Täter in unbekannte Richtung.

Ein 24-Jähriger Iraker musste zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden, die anderen beiden wurden leicht verletzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ein 19-Jähriger Mann konnte als einer der Täter ermittelt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen zum Vorfall werden gebeten, sich unter Tel. 0361/ 7443 1465 zur Verfügung zu stellen.

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