Ausstellung über KZ Mittelbau-Dora beschädigt

Eine Wanderausstellung über das ehemalige Konzentrationslager Mittelbau-Dora in Nordhausen ist während der Feiertage stark beschädigt worden. Die Sonderschau mit dem Titel "Zwangsarbeit für den Endsieg" wird gerade in Göttingen gezeigt - dort schlugen Unbekannte zu.

Die Wanderausstellung wurde von der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora konzipiert und informiert über das Lager im Südharz zwischen 1943 und 1945. Foto: Roland Obst

Die Wanderausstellung wurde von der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora konzipiert und informiert über das Lager im Südharz zwischen 1943 und 1945. Foto: Roland Obst

Foto: zgt

Göttingen/Nordhausen. Die Täter zerschnitten sechs Poster, so dass die gesamte Ausstellung jetzt nicht mehr gezeigt werden kann. Die Schäden seien kurzfristig nicht zu reparieren, begründete die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora am Dienstag ihre Entscheidung, die Schau vorzeitig abzubrechen. Sie sollte eigentlich noch bis zum 15. April im Foyer der Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen Station machen.

Die Wanderausstellung wurde von der KZ-Gedenkstätte konzipiert und informiert anhand zahlreicher Dokumente, Fotos und Erinnerungen über das Lager im Südharz zwischen 1943 und 1945. Die Ausstellung im Foyer der SUB war für die Öffentlichkeit frei zugänglich und wurde in Kooperation mit dem Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen gezeigt. Alle beteiligten Institutionen verurteilten den Vorfall und sagten der Polizei bei der Aufklärung Unterstützung zu.

Die am 12. Februar 2010 eröffnete Präsentation sollte bis zum 15. April 2010 gezeigt werden.