Brand in Müllverbrennungsanlage Zella-Mehlis gelöscht

Christian Gehrke
Mehr als 30 Stunden brannte es in der Müllverbrennungsanlage Zella-Mehlis an der Autobahn A71. Gegen 2 Uhr Sonntagfrüh war der Brand gelöscht. Foto: Gerhard König

Mehr als 30 Stunden brannte es in der Müllverbrennungsanlage Zella-Mehlis an der Autobahn A71. Gegen 2 Uhr Sonntagfrüh war der Brand gelöscht. Foto: Gerhard König

Foto: zgt

Zella-Mehlis (Landkreis Schmalkalden-Meiningen). Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hat die Anlage bereits am Sonntag um 2 Uhr aufgehört zu brennen. An den vergangenen zwei Tagen enstand starker Qualm, der auch über die A71 gezogen war und zu Sichtbehinderungen geführt hatte.

Ursache des Brandes sei wahrscheinlich Asche gewesen, die den Müll entzündet habe. Nach Angaben des Zweckverbands für Abfallwirtschaft Südwestthüringen, der die nahe der A71 gelegene Anlage betreibt, erstickte die Feuerwehr den Brand schließlich mit einem Schaumteppich.

Von dem Brand betroffen waren etwa 5000 Tonnen Restmüll, die in einem 30 Meter hohen Bunker eingelagert waren. Bis zu 80 Feuerwehrleute aus mehreren Orten des Landkreises Schmalkalden-Meiningen waren an den langwierigen Löscharbeiten beteiligt. Sie hätten gute Arbeit geleistet, sagte Geschäftsleiter Dieter Weiprecht. "Das war eine heikle Situation, es gibt nichts Schlimmeres als solche Bunkerbrände."

In der Müllverbrennungsanlage direkt an der Autobahn 71 wird Restmüll aus Süd- und Westthüringen verbrannt. Der Brand brach außerhalb des Müllofens aus, der wegen obligatorischer Wartungsarbeiten nicht in Betrieb war.

Verletzt wurde niemand, die Anlage habe keinen Schaden genommen. Der dichte Qualm aus der Anlage war allerdings weithin sichtbar, Autofahrer wurden vor Sichtbehinderungen auf der A71 gewarnt.

Zwei Messtrupps überwachten die Luftwerte in der Umgebung des Brandortes, wie der Landrat von Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (SPD), am Samstag sagte. Besorgte Einwohner kritisierten jedoch die Informationspolitik des Anlagenbetreibers als unzureichend. Weiprecht wies dies zurück. "Wer uns angerufen hat, hat Auskunft bekommen." Auch die Rathäuser von Zella-Mehlis und Suhl, wo es viele Anrufe von Bürgern gegeben habe, seien informiert gewesen. "Es hat zu keiner Zeit gesundheitliche Gefahren gegeben."

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