Der Wald bei Geismar brennt

Geismar  Ein Feuer am Mittwoch wird zum Großeinsatz für zwölf Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei.

Erste Ermittlungen vor Ort ergaben am Mittwoch, dass das Feuer fahrlässig durch Abbrennen von Baumschnitt verursacht wurde, hieß es von der Polizei.

Erste Ermittlungen vor Ort ergaben am Mittwoch, dass das Feuer fahrlässig durch Abbrennen von Baumschnitt verursacht wurde, hieß es von der Polizei.

Foto: Eckhard Jüngel

Schwarzer dichter Rauch stieg Mittwochnachmittag über dem Wald „Feuerkuppe-Rollsberg“ zwischen Geismar und Lengenfeld unterm Stein auf. Schon von weitem war er zu sehen. Am Hang unterhalb des Waldes waren Feuerwehrfahrzeuge, Polizei und Rettungswagen in Position. Einige Kameraden regelten den Verkehr. Denn die Rettungsleitstelle Eichsfeld alarmierte gleich mehrere Feuerwehren gegen 14.30 Uhr zu einem Flächenbrand in dem Waldstück.

Nachdem eine etwa 2000 Quadratmeter große Wiese abgebrannt war, griffen die Flammen auf den angrenzenden Wald über. Dabei verschaffte sich das Feuer eine 100 Meter lange und 20 Meter breite Schneise in den Wald, teilte die Landespolizeiinspektion Nordhausen mit.

Löscharbeiten dauern bis zum späten Abend

Aufgrund des sich weiter ausbreitenden Feuers wurden insgesamt zwölf Wehren alarmiert, darunter unter anderem die aus Geismar, Wilbich, Ershausen, Heiligenstadt, Sickerode, Großbartloff, Dingelstädt, Pfaffschwende und Lengenfeld unterm Stein. Rund 100 Floriansjünger kämpften gegen die Flammen. „Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass das Feuer fahrlässig durch Abbrennen von Baumschnitt verursacht wurde“, hieß es am Mittwoch von der Nordhäuser Polizei. Der Schaden beträgt nach einer ersten Schätzung des Revierförsters vor Ort etwa 60 000 Euro.

Am Mittwoch gegen 18.30 Uhr sprach Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski davon, dass „die Lage soweit im Griff“ sei. Die Polizei schätzte, dass etwa drei bis vier Hektar Fläche abgebrannt seien. Die Leistelle hatte zuvor noch zusätzlich einen Hubschrauber aus Kassel gerufen. Mit diesem werde allerdings nicht gelöscht, das sei nicht nötig, so Lipinski. „Wir werden mit dem Hubschrauber und einer Wärmebildkamera über die Fläche fliegen, uns das Ausmaß anschauen und gegebenenfalls Glutnester ausmachen.“ Der Kreisbrandinspektor vermutet, dass die Arbeiten der Kameraden bis in die Abendstunden andauern würden.

Ein Großeinsatz war der Waldbrand auch für das Deutsche Rote Kreuz. Mit zehn Fahrzeugen, darunter vier Krankenwagen, und 28 Kameraden war Florian Blacha vor Ort. Und auch die Betreuungsgruppe brachte der DRK-Mann mit. Die hatte auch einiges zu tun, kümmerte sich um die Versorgung der Feuerwehrleute, denn die brauchten bei den schweißtreibenden Löscharbeiten unbedingt etwas zu trinken und zu essen. Erstmals unter Extrembedingungen kam auch das neue Quad zum Einsatz, das das DRK Eichsfeld eigens als Zubringerfahrzeug, für Transporte und Erkundungen in unwegsamem Gelände angeschafft hatte. „Die Entscheidung, die wir getroffen haben, war richtig“, sagte Florian Blacha im Qualm und Staub stehend.

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