Feuerwehr Lengenfeld musste 2009 zu 17 Brandstiftungen ausrücken

Es war ein aufreibendes Jahr, bilanzierte Hubert Steinwachs, der Chef der Lengenfelder Wehr. 28-mal wurde seine Mannschaft im vergangenen Jahr alarmiert. Ein Negativrekord in der bis in das Jahr 1894 zurückreichenden Geschichte der Wehr. Zum Vergleich: 2008 waren es fünfmal.

Lengenfeld unterm Stein. 29 Mann stark ist die Einsatzabteilung der Feuerwehr Lengenfeld, die vergangenes Jahr ihr neues Löschfahrzeug erhielt. Das wurde schnell zu einem Trainingsgerät. "Ohne diese Vorbereitung hätten wir die Einsätze wohl nicht so souverän gemeistert", lobte der Bürgermeister, Augustin Dienemann. Das Fahrzeug war stark gefordert: 28 Einsätze hatten die Lengenfelder zu bestehen; 687 Stunden waren sie im Einsatz. 17-mal wurden sie zu einer Brandstiftung gerufen. Für einen Brand ist die Ursache noch nicht geklärt, erläutert Steinwachs auf der Jahreshauptversammlung.

Der Gemeinde sei, so fasst es Stefan Hildebrand zusammen, ein Schaden von rund 20 000 Euro entstanden. Was er sich denn wünsche für 2010, diese Frage musste Steinwachs sofort zu beantworten: Dass man die Brandstifter ermittelt und zur Rechenschaft zieht. Um zwei wuchs die Zahl der aktiven Wehrleute. Die Erfahrenen sind froh darüber, denn: "Von jungen Leuten, die frisch von der Schule kommen, können wir immer was lernen; die zeigen uns, wie's richtig geht". Ausgezeichnet wurde Stefan Hildebrand, seit zehn Jahren Feuerwehrmann, mit der bronzenen Brandschutzmedaille des Landes und gleichzeitig befördert zum Hauptfeuerwehrmann.

Brandmeister ist nun Thomas Ruhland. Maßgeblich beteiligt war die Lengenfelder Wehr an der Erarbeitung eines Rettungswegeplans für die Draisinenfahrten an der Kanonenbahn. Behilflich beim Einsatz an diesem Schienenstrang ist den Eichsfeldern seit vergangenem Jahr ein Schienenretter, den ihnen der Kreisbrandinspektor Lutz Rösener überlassen hat.

Zu den Kommentaren