Feuerwehreinsätze nach starkem Gewitterregen im Eichsfeld

Im Raum Leinefelde-Worbis wurden am Samstag Straßen überflutet und Keller nass. In Niederorschel schlug der Blitz in eine alte Linde ein.

Die Straße zwischen Hundeshagen und Breitenbach musste am Samstag wegen Überflutung gesperrt werden.

Die Straße zwischen Hundeshagen und Breitenbach musste am Samstag wegen Überflutung gesperrt werden.

Foto: zgt

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<p>Eichsfeld. Das Gewitter im Raum Leinefelde-Worbis brachte am Samstagnachmittag mit rund 50 Litern pro Quadratmeter binnen einer Stunde nicht nur eine Menge Regen, sondern führte auch zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren. </p> <p>Die Breitenbacher Feuerwehr wurde kurz nach 18 Uhr alarmiert und kam laut Wehrführer Dominik Dietrich an diesem Abend an insgesamt sieben Stellen zum Einsatz. Am schlimmsten sei die Lage auf der Landesstraße L 2018 zwischen Breitenbach und Hundeshagen gewesen. "Diese war durch massiven Wassereinstrom von angrenzenden Feldern auf etwa 100 Metern bis zu 50 Zentimeter hoch überspült. Eine Vollsperrung machte sich hier erforderlich", berichtete Dietrich. Die Fachfirma TSI sei zur Beseitigung der Schäden hier mit herangezogen worden. Neben einigen privaten Kellern von Wohnhäusern habe auch der Keller des Dorfgemeinschaftshauses unter Wasser gestanden. Auch der Rad- und Wirtschaftsweg "Unter den Eichen" sei nach dem Regen bis zu einem halben Meter hoch überflutet gewesen. Er musste ebenso gesperrt werden.</p> <p>Auch bei Niederorschel konnten die frisch abgeernteten Felder das Wasser nicht mehr halten. Es lief in den Ort hinein, sodass drei Kreuzungen unter Wasser standen, berichtete hier Daniel Kunze, Leiter der Feuerwehr. "Man konnte nur abwarten, bis das Wasser von allein wieder abfließt", so Kunze. Auch in mehrere Keller sei das Wasser gelaufen, bei zweien - hier stand das Wasser 70 bzw. 40 Zentimeter hoch - half die Wehr beim Auspumpen. Und dann gab es noch einen Blitzeinschlag auf dem Lindenplatz. Der Blitz hatte eine etwa 80 Jahre alte Linde getroffen. Der Revierförster wurde um Rat gebeten, und man entschied, aus Sicherheitsgründen die eine Hälfte der Astgabelung in der Krone zu entfernen, ehe sie hinunterstürzt und Schäden verursacht. Die Leinefelder Feuerwehr habe dabei mit ihrer Drehleiter geholfen, teilte Kunze mit. Alarmiert wurden die Niederorscheler Kameraden gegen 18.45 Uhr. "Da hatte schon wieder die Sonne geschienen, aber das Wasser erreichte da wohl erst seinen Höchststand", so der Feuerwehrmann. Von da an seien die Einsätze Schlag auf Schlag gekommen. Erst gegen eine halbe Stunde vor Mitternacht seien die Feuerwehrleute wieder ins Gerätehaus zurückgekehrt.</p> <p>In Worbis hatte es auch heftig geregnet. Hier standen die Bahnhofstraße, die Querstraße und die Duderstädter Straße unter Wasser. "Das ist hier bei starkem Regen eigentlich immer so", sagte Markus Kube, der stellvertretende Wehrleiter der Worbiser Feuerwehr. Die Einsatzkräfte hätten die Einläufe gereinigt, damit das Wasser schneller abfließen kann.</p> <p>In Teistungen galt es für die Feuerwehr, einen umgestürzten Baum vom Radweg zwischen Teistungen und Berlingerode zu holen, der war während des Starkregens umgefallen.</p> <p>Auch die Gernröder Feuerwehr musste am Samstag zu Einsätzen wegen der Folgen des Gewitterregens ausrücken.</p> <p/>

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