Gefahr für 5000 Tiere: Dach von Schweinemastanlage im Eichsfeld eingestürzt

Hohengandern  Großeinsatz am Montagabend beim Unwetter in Hohengandern. Die Kameraden der Feuerwehr mussten unter anderem eine externe Trinkwasserleitung legen, um die Versorgung der Tiere aufrecht zu erhalten.

Das Dach von einem Versorgungsflur zwischen zwei Stallungen ist auf einer Länge von etwa zehn bis fünfzehn Metern eingestürzt.

Das Dach von einem Versorgungsflur zwischen zwei Stallungen ist auf einer Länge von etwa zehn bis fünfzehn Metern eingestürzt.

Foto: Silvana Tismer

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Zur Schweinemastanlage in Hohengandern (Landkreis Eichsfeld) rückten am Montagabend mehrere Feuerwehren aus.

„Das Dach von einem Versorgungsflur zwischen zwei Stallungen ist auf einer Länge von etwa zehn bis fünfzehn Metern eingestürzt“, berichtete Einsatzleiter Olaf Pschorn von der Freiwilligen Feuerwehr Hohengandern.

Damit seien sämtliche Versorgungsleitungen in einem Teil der Ställe unterbrochen. Darin befinden sich laut Uwe Semmelroth, Leiter des Veterinäramtes des Landkreises Eichsfeld, etwa 5000 Tiere, zumeist Ferkel. Die knapp 60 Einsatzkräfte legten eine Trinkwasserversorgung. Gegen 21.45 Uhr betraten mehrere Kameraden mit Atemschutz das Gebäude, um die Tröge zu füllen. Denn durch die Unterbrechung der Stromversorgung steht auch die automatische Futteranlage still.

„Kein Tier ist verendet“

Zudem müssen sich die Einsatzkräfte um ausreichende Lüftung kümmern. Eine gewisse Temperatur darf in den Ställen nicht überschritten werden. „Es ist nicht ganz so schlimm wie befürchtet“, sagte Semmelroth. „Es ist kein Tier verendet oder verletzt.“

Nach derzeitigem Stand können die Tiere in den Ställen bleiben. Baufachleute vom THW Großalmerode (Hessen) haben den Schaden begutachtet und die Einsturzstelle gesichert. Auch vom THW Eichsfeld sind Helfer vor Ort. Ihre Aufgabe wird es sein, den Versorgungsgrad zu sichern, bis Dienstag damit begonnen werden soll, die Schäden zu beseitigen.

Auch ein Gefahrgutwagen des Landkreises traf am Abend ein. Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski unterstützt die Einsatzleitung. Es wird möglicherweise eine lange Nacht für die Einsatzkräfte. Vor Ort sind die Wehren aus Hohengandern, Bornhagen, Arenshausen, Gerbershausen – zudem Polizei und Technisches Hilfswerk.

Weitere Einsätze aufgrund des Unwetters am Montag gab es vor allem im Norden Thüringens – eine Straße wurde überspült und musste gesperrt werden.

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