Gepanzerte Luxuskarossen, Motoryacht und Bargeld beschlagnahmt: Durchsuchungen auch in Thüringen

Berlin/Erfurt  Insgesamt 25 hochwertige Autos haben Ermittler beschlagnahmt, dazu eine Motoryacht und teure Uhren: Bei einem Schlag gegen eine mutmaßliche Autoschieberbande gab es auch Durchsuchungen in Thüringen.

Beschlagnahmter Ferrari.

Beschlagnahmter Ferrari.

Foto: Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg

Ermittlern ist ein schwerer Schlag gegen eine international agierende Bande mutmaßlicher Autoschieber gelungen. Sie soll mit gepanzerten Luxuskarossen gehandelt haben.

Bei Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden 25 hochwertige Fahrzeuge beschlagnahmt, teilten das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg und die Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Zudem seien Bargeld, Luxusuhren und eine Motoryacht im Gesamtwert von mehr als 900.000 Euro gesichert worden. Der bislang ermittelte Steuerschaden liegt laut Angaben bei mehr als drei Millionen Euro.

Zwölf Beschuldigte sollen zu Autoschieberbande gehören

Die Ermittlungen richten sich gegen zwölf Beschuldigte im Alter zwischen 25 und 52 Jahren, die laut Staatsanwaltschaft alle die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch wurden in Berlin Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige vollstreckt. Die Männer im Alter von 32 und 35 Jahren sitzen jetzt in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin sagte.

Das war die Masche der Bande

Die Gruppierung soll demnach seit 2015 Luxus-Fahrzeuge auf dem russischen Automarkt erworben haben. Die Verdächtigen seien damit als Privatreisende nach Deutschland gekommen, ohne die Wagen zu verzollen. Bei verschiedenen Zulassungsstellen seien dann mit manipulierten Papieren Ausfuhrkennzeichen beantragt worden. Damit bekamen die Autos einen deutschen Fahrzeugschein und wurden europaweit auf dem privaten Automarkt gewinnbringend verkauft.

Mehr als 200 Beamte aus mehreren Bundesländern waren laut Mitteilung im Einsatz. Das Hauptzollamt Potsdam beteiligte sich mit zwei Spürhunden an den Durchsuchungen. Wo genau in Thüringen Durchsuchen stattfanden, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

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