Gotha: „Friederike“ fällt Bäume und deckt Dächer ab

Kreis Gotha  Fast 300 Feuerwehrleute rücken im Kreis Gotha aus. Schlosspark gesperrt. Eisenbahnverkehr zeitweilig unmöglich

In der Gothaer Lenaustraße stürzte am Nachmittag eine Fichte von einem Grundstück auf die Straße. Foto:

In der Gothaer Lenaustraße stürzte am Nachmittag eine Fichte von einem Grundstück auf die Straße. Foto:

Foto: zgt

Das Sturmtief „Friederike“ sorgte am Donnerstag auch im Landkreis Gotha dafür, dass die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren reichlich zu tun hatten. Fast im Minutentakt rückten die Feuerwehren aus, als der Sturm seinen Höhepunkt hatte.

Durch den Landkreis wurden zusätzliche Einsatzzentralen, sogenannte kleine Leitstellen, zur Koordination der Einsätze in Ohrdruf und Gotha eingerichtet. Als weitere Einsatzzentrale wurde ein Führungskraftwagen in den Nordkreis entsandt. Die Rettungsleitstelle im Landratsamt bearbeitete die Notrufe, die zwischen 12.30 und 17.15 Uhr, der Hochzeit des Sturms, hier eingingen.

Die Hauptschäden, die „Friederike“ hinterließ, sind zahlreiche umgestürzte Bäume auf den Straßen in Gotha, Bienstädt, Georgenthal, Cobstädt, Pfullendorf, zwischen Friedrichroda und Engelsbach, in Brüheim, Ingersleben, Sonneborn, Dachwig, Ballstädt, Leina, Ingersleben, Luisenthal, Winterstein, Wandersleben, Tambach-Dietharz, Boxberg, Molschleben, Ohrdruf, Seebergen, Schwarzhausen und Tabarz.

Stürzende Bäume verursachten Schäden. So fiel in Gotha ein Baum auf ein Auto, in Ohrdruf beschädigte ein Baum eine Garage. Auf dem Campingplatz Georgenthal riss der Sturm einen Lastwagen um. In Wandersleben wurden Stromleitungen beschädigt. In Gotha, in Goldbach, Waltershausen, Neudietendorf und Bienstädt wurden Dächer beschädigt. Auf der Bundesstraße 247 bei Schwabhausen gab es einen sturmbedingten Verkehrsunfall.

Rund 70 Feuerwehrfahrzeuge waren bis Donnerstagabend im Einsatz, auch wenn der Deutsche Wetterdienst die Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen gegen 17.16 Uhr aufgehoben hatte. 280 bis 300 Mitglieder der Feuerwehren waren im Einsatz. Wie die Pressestelle des Landratsamtes mitteilte, wurden bis zum Donnerstagabend keine Personenschäden gemeldet.

Nachdem bereits am Donnerstagmorgen eine Zufahrt zum Schloss Friedenstein gesperrt werden musste, sperrte die Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten aufgrund des Sturmes den gesamten Herzoglichen Park. Es sind bereits erste Schäden zu verzeichnen. Zu ihrer eigenen Sicherheit werden Besucher dringend gebeten, bis zum Abklingen des Sturms den Park nicht zu betreten. Mehrere Bäume stürzten um.

Bahnstrecken waren nicht befahrbar. Betroffen war der komplette Zugverkehr zwischen Halle, Naumburg, Weimar, Erfurt, Gotha und Eisenach.

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